02.02.2020 - 12:44 Uhr
AmbergOberpfalz

Bergsteig-Arena neues Zentrum für die Stadt

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Vier Seiten mit Titelgeschichten der AZ zum Thema Leopoldkaserne hingen zur Begrüßung des OB an der Wand im Kellersaal des Kindergartens. Der CSU-Ortsverband Bergsteig wollte sich dort über den Stand der Dinge aktuell informieren lassen.

Auch wenn es Verzögerungen bei der Fertigstellung gibt: Die neue Bergsteig-Arena, in erster Linie für die Ringer gebaut, werde in ihrer Art der Gestaltung sensationell für die ganze Stadt, meint OB Michael Cerny schon mal angesichts dieser Pläne.
von uscProfil

"Hier am Bergsteig ist die letzten Jahre richtig viel passiert", blickte das Stadtoberhaupt erst einmal zurück. Er wies nicht nur auf die bekannten städtebaulichen Verbesserungen hin, sondern rückte auch das bundesweite Echo auf die Werbung für den Gropius-Bau in der Rosenthalstraße in den Blick. Bei der künftigen Verwendung des Leopoldkasernenareals sieht Cerny neben einer möglichen Behördennutzung auch bezahlbares Wohnen und Naherholung als Schwerpunkte. Ein Glanzlicht für das Viertel wird nach seiner Ansicht die neue Bergsteig-Arena.

"Der CSU-Ortsverband Bergsteig hat in den letzten Jahren mit Hartnäckigkeit angeschoben". Und: "Aus seinen Reihen kamen viele Ideen und Vorschläge". In dieses Lob schloss der OB die Initiative des ehemaligen CSU-Ortsvorsitzenden Peter Dankesreiter mit ein, die Bedeutung des letzten Industriebaus von Walter Gropius der Öffentlichkeit bewusster zu machen. Das CSU-Motto "Heute für morgen" werde am Bergsteig verwirklicht. Als Beispiel nannte Cerny die neue Arena der Ringer, die wohl "sensationell" werde. "Davon profitiert die ganze Stadt", freute er sich, ohne gewisse Probleme am Bau zu verhehlen. Dennoch könne diese Einrichtung nach Fertigstellung "durchaus ein Zentrum für den Bergsteig werden".

Bei der Überlegung, was man mit den Unterkunftsgebäuden der Leopoldkaserne nach dem Abzug der Panzerbrigade machen könne, sei das Thema Zollschule aktuell geworden, zumal bei dieser Behörde die bisherige Ausbildungskapazität bei weitem nicht ausreiche, blendete der OB auf das derzeit interessanteste Thema. Sieben Städte haben sich nach seiner Auskunft um eine Zollschule beworben. Amberg habe eigens eine Bewerbungsbroschüre erstellen lassen. Seit der letzten Besprechung und Ortsbesichtigung mit Vertretern des Bundes hat der OB nach eigenem Bekunden die "leichte Hoffnung", dass Amberg zum Zuge komme. Eigentlich hätte die Entscheidung schon vor einem halben Jahr fallen sollen. Es bleibe nun aber abzuwarten, wie die Kompensation der Bundesregierung nach Einstellung des Bergbaus im Osten ausfalle.

Cerny betonte, dass das Areal bei weitem nicht nur für die Behördennutzung in Betracht kommt. "Wir könnten dort Wohnungen schaffen, auch günstiges Wohnen für jedermann ermöglichen." Allerdings wolle die Stadt die verbleibende Fläche nicht voll zubauen, sondern auch Grünes schaffen für Naherholung. Wegen der problematischen Verkehrsanbindung komme eine hochfrequente Nutzung des Kasernenareals nicht in Betracht, meinte Cerny. "Wenn das ganze Verfahren mehr als ein Jahr dauert, ist es besser, als wenn wir was Falsches machen", so seine Überzeugung. Der OB zieht im Fall einer erfolglosen Bewerbung um die Zollschule die Möglichkeit in Betracht, dass private Investoren die historischen Gebäude erwerben und für moderne Wohnansprüche umbauen.

Hintergrund:

Grundstücksbesitzer teils nicht verkaufsbereit

Die Anbindung des Stadtviertels Bergsteig an Kümmersbruck wäre eigentlich eingetütet, gäbe es nicht Schwierigkeiten mit manchen Grundbesitzern, die ihre Interessen gefährdet sehen, berichtete Oberbürgermeister Michael Cerny bei der Versammlung des CSU-Ortsverbandes. Das neue Baugebiet habe insofern Bedeutung, als dass durch die Schaffung von Arbeitsplätzen neuer Wohnraum benötigt werde.

Cerny ging auf die Frage aus der Mitte der Mitglieder, wie denn die Vergabe der Grundstücke erfolge, mit dem Hinweis ein, dass es bei der Stadtbau schon mehr Bewerber als Parzellen gebe. Auch deshalb solle das zehn Hektar große Areal der Leopoldkaserne neben dem möglichen Standort für den Zoll und als Naherholungsgebiet auch als neues Wohnquartier genutzt werden. Cerny blendete in dem Zusammenhang auf die bisherigen Verhandlungen der Stadt mit dem Bund: „Die Kaserne ist nur auf der Basis eines Wertgutachtens zu verkaufen.“ Amberg teile sich mit dem Bund die Kosten für diese Wertermittlung, die derzeit laufe.

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