„Das Faszinierende an der Kirchenmusik ist die Vielseitigkeit, denn ihre Bandbreite reicht von der Gregorianik bis zur Moderne und von der klassischen Musik bis zur Popmusik“, schwärmt der Kirchenmusiker aus Leidenschaft: Regionalkantor Bernhard Müllers kann heuer ein doppeltes Dienstjubiläum in St. Martin feiern. Denn noch während seines Studiums begann er seine berufliche Laufbahn als Kirchenmusiker, bereits am 1. Januar 1990 nebenberuflich in St. Martin als Chorleiter und Organist am Wochenende und an den kirchlichen Feiertagen. Am 1. September 1990 bekam er dann eine Vollzeitstelle in St. Martin unter Stadtpfarrer Franz Meiler.
Zur Ehre Gottes
Seine wichtigste Aufgabe als Regionalkantor sieht Bernhard Müllers in der musikalischen Verkündigung des Evangeliums. „Mein Wirken dient zur größeren Ehre Gottes“, bringt er die Bedeutung seiner Arbeit als Kirchenmusiker auf den Punkt. Er fügt hinzu: „Ich spiele nicht für mich an der Orgel, sondern für die Gottesdienst- und Konzertbesucher“. Von den kirchlichen Hochfesten abgesehen, sind für Bernhard Müllers die diversen Kirchenkonzerte Höhepunkte seiner Arbeit als Kirchenmusiker, die er initiiert. Er ist auch Initiator der Orgelkonzertreihe in der Schulkirche, die an Qualität und Zuspruch eine überraschende Steigerung erfuhr und so zum ungeahnten Erfolgsprojekt wurde.
Orgelkonzertreihe in der Schulkirche
In Amberg und auch außerhalb der Vilsstadt konzertiert Bernhard Müllers auch regelmäßig als Solist, als Continuo-Spieler im Orchester oder als Begleiter verschiedenster Instrumental- und Vokalsolisten. Höhepunkte dabei waren unter anderem Konzerte zusammen mit dem Amberger Solotrompeter Franz Badura in der Thomaskirche in Leipzig, im Französischen Dom in Berlin und Auftritte als Klavierbegleiter bei Festakten des deutschen Bundespräsidenten im Berliner Schloss Bellevue.
Enge Zusammenarbeit
Stadtpfarrer Thomas Helm schätzt sich glücklich, dass Bernhard Müllers als Kirchenmusiker in der Basilika St. Martin tätig ist. Ihm ist bewusst, dass dieser für die Stelle als Kirchenmusiker in St. Martin überqualifiziert ist und rechnet es ihm hoch an, dass er der Pfarrei die Treue hält. „Wir verstehen uns blind und arbeiten bestens zusammen", betont der Stadtpfarrer. Für ihn müsse Kirchenmusik als integraler Teil der Liturgie eng ineinander greifen, was aufgrund des großen Einfühlungsvermögens von Bernhard Müllers bestens gelinge. Müllers schwärmt, dass er in Amberg in St. Martin mit Stadtpfarrer Meiler 27 Jahre und nun seit drei Jahren mit Stadtpfarrer Thoms Helm Vorgesetzte habe, die ihm volle Entfaltungsfreiheit ließen, weil sie für die Kirchenmusik sehr aufgeschlossen sind und sich sehr offen für die Entwicklung der Kirchenmusik nach den Anforderungen der Zeit zeigen.
Bernhard Müllers hat beruflich stets die Hand am Puls der Zeit, was soweit führt, dass er sich auf Einladung der Diözese nach 30 Dienstjahren noch einmal auf die Unibank in Regensburg setzt und derzeit den deutschlandweit neuen Studiengang „Moderne Kirchenmusik“ absolviert. Geboren ist Bernhard Müllers 1968 in Greding, ist seit 1990 Chordirektor der Basilika St. Martin in Amberg. 2001 wurde er zum Dekanatskirchenmusiker und 2009 zum Regionalkantor in der Diözese Regensburg ernannt. Nach seinem Studium an der ehemaligen Fachakademie für katholische Kirchenmusik und Musikerziehung Regensburg, der jetzigen Hochschule für katholischeKirchenmusik, das er 1990 in den praktischen Fächern "Orgel-Literatur", "Orgel-Improvisation" und Klavier mit Note "sehr gut" abschloss, folgten Diplomprüfungen im Hauptfach Orgel und im zusätzlichen Unterrichtsfach Klavier im Jahre 1991. Mit privaten Studien bei Professor Franz Lehrdorfer und mit dem Studium an der Hochschule für Musik in München, unter anderem bei Professor Herbert Spitzenberger (Klavier), Professor Marlene Hinterberger (Orgel-Literatur) und Domkapellmeister Professor Wolfram Menschick (Orgel-Improvisation) absolvierte er 1994 die Diplom-A-Kirchenmusiker – Prüfung.













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