21.05.2019 - 15:41 Uhr
AmbergOberpfalz

Betreiberfirma Goldbeck mit Start des Parkhauses Marienstraße zufrieden

Im Parkhaus Marienstraße steckt moderne Technik, die dafür sorgt, dass sich der Autofahrer an der Schranke nicht mehr aus dem Fenster lehnen muss. Oder dass er nicht mehr den Höchsttarif zahlt, wenn er sein Ticket verliert.

Tim Schmidt, Projektmanager der Firma Goldbeck für das Parkhaus Marienstraße.
von Markus Müller Kontakt Profil

So engagiert die Amberger den Entstehungsprozess des neuen Parkhauses in der Marienstraße verfolgt haben, so aufmerksam widmen sie sich ihm auch jetzt. Einige Fragen zum Parkhaus, die von Bürgern an die AZ herangetragen wurden, haben wir Tim Schmidt gestellt. Er war als Projektmanager der Firma Goldbeck für den Bau des Parkhauses verantwortlich.

ONETZ: Herr Schmidt, auf dem ausgedruckten Parkschein erscheint die Kfz-Nummer des Fahrzeugs. Wie setzt man das technisch um?

Schmidt: Beim Parkhaus Marienstraße haben wir bewusst auf eine moderne und hoch innovative Technik gesetzt, um den Nutzern maximalen Kundenkomfort anbieten können. Beim Einfahrtsprozess scannt eine Kamera das Kennzeichen des Pkw und druckt es auf das gezogene Ticket. Am Kassenautomat ist das Ticket nicht nötig, die Eingabe des Kennzeichens reicht. Wer also sein Ticket verliert, muss nicht direkt den Höchsttarif bezahlen. Weiterer Vorteil: Die Schranke der Ausfahrt öffnet sich automatisch, sobald das Fahrzeug heranfährt. Eine Kamera liest das Kennzeichen und fragt automatisch im System nach dem Bezahlvorgang. Innerhalb weniger Sekunden öffnet sich nach positiver Rückmeldung die Schranke und der Nutzer kann sofort ausfahren. Damit fällt das lästige Aus-dem-Fenster-Lehnen also auch weg.

ONETZ: Muss man beim Scannen der Kfz-Kennzeichen besondere Vorgaben des Datenschutzes beachten?

Schmidt: Selbstverständlich halten wir alle Datenschutzvorgaben ein.

ONETZ: Wie funktioniert es, dass sich für Dauerparker die Schranken automatisch öffnen?

Schmidt: So wie eben beschrieben: Wenn der Dauerparker sein Kennzeichen beim Anmeldeprozess hinterlegt hat, kann er berührungslos ein- und ausfahren. Sowohl an der Ein- als auch an der Ausfahrt wird das Kennzeichen mit Hilfe der Kameras überprüft, und bei einer positiven Rückmeldung öffnet sich die Schranke selbstständig.

ONETZ: Viele Bürger finden, dass für den Parkdruck an der Marienstraße erstaunlich wenige parkende Fahrzeuge im Parkhaus zu sehen sind. Haben Sie schon erste Zahlen zur Belegung oder auch Erfahrungswerte, wie lange es dauert, bis ein neues Parkhaus so akzeptiert ist, dass die Belegung die geplanten Quoten erreicht?

Schmidt: Wir sind mit der aktuellen Belegung des Parkhauses zufrieden und haben in den ersten Tagen festgestellt, dass die Anzahl der Nutzer von Tag zu Tag steigt. Ein erstes sinnvolles Fazit können wir aber erst in einigen Wochen ziehen.

ONETZ: Das Parkhaus verfügt über einen Aufzug, auch wenn der nicht sehr auffällt.

Schmidt: Er befindet sich in dem großen Treppenhaus Richtung Marienstraße.

ONETZ: Könnte man heute überhaupt noch ein Parkhaus bauen, das nicht in diesem Sinne barrierefrei ist?

Schmidt: Ob ein Aufzug im Parkhaus verbaut wird, hängt sowohl von den Vorstellungen des Kunden als auch von unseren Einschätzungen bezüglich der Gegebenheiten vor Ort ab. Gemeinsam mit dem Kunden entwickeln wir während der Planungsphase das Konzept und setzen den Kundenwunsch entsprechend um.

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