26.10.2018 - 12:43 Uhr
AmbergOberpfalz

Betrüger nehmen gutgläubigen Mann aus

Keine Traumfrau und viel Geld verloren: Betrüger haben die Gutgläubigkeit eines 52-Jährigen ausgenutzt. 35.000 Euro hat er an die Elfenbeinküste überwiesen - in der Annahme, dass drei Millionen und eine Ehefrau folgen würden.

Symbolbild
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Wie die Polizei berichtet, hatte sich der 52-Jährige aus der Region bereits im April bei einer Partnerschaftsbörse im Internet angemeldet. Dort fand er eine angebliche Ivorerin. Sie erklärte ihm, dass sie drei Millionen Euro bekommen würde, wenn sie einen Lebenspartner gefunden hätte. Allerdings würden sich für den Transfer der Summe verschiedene Schwierigkeiten und auch Gebühren für notarielle Handlungen ergeben, teilte sie ihm mit. Daher zahlte der Mann knapp 20.000 Euro. Nachdem er die Summe über einen Finanzdienstleister auf ein Konto in Abidjan überwiesen hatte und zu seinem Erstaunen trotzdem kein Geld auf sein Konto zurückgeflossen war, erstattete der Mann Anzeige wegen Betrugs bei der Polizei in Sulzbach-Rosenberg.

Im Juni erhielt er schließlich aus Abidjan eine Kreditkarte zugesandt und einen Monat später eine Email von der angeblichen Ivorerin. Sie erklärte ihm, dass sie keine Betrügerin sei. Allerdings brauche sie weiterhin Geld.

Im September traf eine neue E-Mail eines Cablan K. ein. Der 52-Jährigen überwies noch einmal Geld - diesmal 15.350 Euro auf das Konto einer Logistikfirma in der Elfenbeinküste. Als der Geschädigte zu zweifeln begann, gelang es den Betrügern, wieder Vertrauen zu schaffen. Sie gaben auf die Kreditkarte zweimal 240 Euro zurück. Der Mann wollte erneut einen Betrag überweisen - diesmal 45.000 Euro.

Das konnte aber noch verhindert werden, denn der vertrauensselige Mann verfügte nur noch über 20.000 Euro. Er bestand darauf, die Transaktion nur über ein deutsches Geldinstitut vorzunehmen. Die beauftragte Bank in Norddeutschland vermutete jedoch den Betrug und nahm die Überweisung nicht vor. Nach verschiedenen Rückfragen seiner Hausbank zeigte er den Vorfall dann bei der Polizei Amberg an.

Insgesamt bleibt nun ein Schaden von rund 35.000 Euro. Von der Traumfrau ist natürlich auch nichts mehr zu hören. Die Polizei weist dringend darauf hin, solche Finanztransfers vor der Ausführung mit angemessener Vernunft zu hinterfragen.

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