03.06.2019 - 18:18 Uhr
AmbergOberpfalz

Nach dem Bier jetzt die Bilder

Amberg hat insgesamt sechs Partnerstädte. Aber nur mit dem sächsischen Freiberg existiert ein Kulturabkommen. Ergebnisse dieser Verbindung sind noch bis Donnerstag, 4. Juli, im Kongresszentrum zu sehen.

Vernissage
von Karin HegenProfil

Gekreuzte Blicke: "Der Titel zu der Ausstellung hat mir anfangs schon Unbehagen bereitet, denn das klingt nach Kampf", sagte Andreas Schwinger vom Freiberger Amt für Kultur und Stadtmarketing bei der Vernissage. Allerdings habe dieser Kampf nur darin bestanden, aus den geschossenen Fotos die besten für die Wandtafeln auszusuchen.

Claudia Tibio von der Fotogruppe der Amberger Volkshochschule und Bürgermeister Martin Preuß hatten zuvor den zahlreichen Besuchern die Ähnlichkeiten der beiden Kultur-Partnerstädte vor Augen geführt. Auch das in Sachsen liegende Freiberg kam durch den Bergbau zu Wohlstand, hat in etwa dieselbe Größe wie Amberg, eine Stadtmauer und ebenso charmante Flecken für Fotografen, die auf Motivsuche sind.

Das sei aber nicht der Grund, weshalb die Orte in einer Beziehung zueinander stehen. Nein, das sei das Bier gewesen. Vor vielen Jahren, als noch der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer und der ehemalige Kulturreferent Norbert Fischer als Stadtvertreter unterwegs waren, hatten sie laut Preuß eine Autopanne in Freiberg und saßen unfreiwillig fest. So seien sie mit den Freibergern ins Gespräch gekommen. Angesichts der vielen ortsansässigen Brauereien sei man schnell auf die Idee gekommen, jedes Jahr beim Freiberger Bergfest auch Amberger Bier auszuschenken.

Die Städte Clausthal-Zellerfeld in Niedersachsen, Darmstadt (Hessen), Delft (Niederlande), Gentilly (Frankreich), Príbram (Tschechien) und Wałbrzych sind als weitere Partnerstädte auf den Bildern ebenfalls zu sehen. Schwinger sprach ausdrücklich vom europäischen Gedanken. Harald Börner, der Vorsitzende der Freiberger Fotofreunde, gab freimütig zu: "Wir sind in den Seilen gehangen, bis es durch Andreas Schwinger zu diesem Projekt gekommen ist." Beim Blick auf die unzähligen Bilder faszinieren die unterschiedlichen Sichtweisen der Hobbyfotografen. Besonders die Amberger Motivwahl ist überraschend, denn dass im Hotel Fronfeste tatsächlich eine Guillotine über dem Pissoir hängt, kann man ansonsten nur als Gast sehen. Die Fotoausstellung befindet sich im Ober- und Untergeschoss des ACC und dauert bis Donnerstag, 4. Juli. Die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, sowie an Wochenenden und Feiertagen. Am Mittwoch, 26., und Donnerstag, 27. Juni, ist keine Besichtigung möglich.

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, sowie an Wochenenden und Feiertagen. Am Mittwoch, 26., und Donnerstag, 27. Juni, ist keine Besichtigung möglich. (kge)

Bildertafel
Vernissage
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