13.06.2018 - 16:54 Uhr
AmbergOberpfalz

Ein Blick in die Zukunft

"Beim Stadtjugendring läuft einiges", sagt OB Michael Cerny anerkennend, als Christoph Tresch Bilanz zieht. Der Vorsitzende verweist auf eine erfolgreiche Arbeit. Doch es geht auch darum, wie der SJR in Zukunft aufgestellt sein wird.

Auf Einladung des Stadtjugendrings trat das Theater Thevo mit „Kongla – sprechen Sie Deutsch“ bei der interkulturellen Woche 2017 auf. Auch heuer plant der Stadtjugendring wieder eine Veranstaltung zu dieser Reihe.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Christoph Tresch, seit Frühjahr 2017 Vorsitzender des Stadtjugendrings (SJR) ist am Dienstagnachmittag in die Sitzung des Jugendhilfeausschusses gekommen, um über die Zukunft zu sprechen. So sagte er, dass nächstes Jahr wieder Wahlen sind. "Wir müssen uns eine Strategie überlegen, den Stadtjugendring so attraktiv zu machen, dass es sich lohnt, da mitzumachen." Denn die Tatsache, dass sich immer weniger Ehrenamtliche finden, macht auch vor dem Stadtjugendring nicht halt. Ein großes Thema sei "Demokratie leben" unter der Trägerschaft des SJR, fuhr Tresch fort. "Das war viel Neuland, viel Aufwand, aber es hat sich gelohnt", lautete seine Bilanz. In seinem Rückblick erwähnte er außerdem, dass sich der Stadtjugendring im vergangenen Jahr eine neue Homepage gegönnt habe. Als sehr gut bewertete Tresch den Besuch von Mo Asumang, einer Journalistin, die zwischen Neonazis und Hooligans unterwegs war und im Juli 2017 nach Amberg kam. Bei der Juleica-Fortbildung wurde ein Seminar mit dem Titel "Wenn's ums Geld geht" angeboten.

Tresch erwähnte neben dem Umzug innerhalb des Jugendzentrums, die Beteiligung an der interkulturellen Woche mit dem Theater Thevo, dem Vortrag "Grundlagen des Islam" und der Eröffnung des Skatepars auch die regelmäßigen Treffen mit dem Kreisjugendring, wobei heuer allerdings kein konkretes gemeinsames Projekt geplant sei. "Ganz frisch ist eine Idee zur Datenschutz-Grundverordnung." Tresch informierte den Ausschuss über die finanziellen Verhältnisse und betonte: "War haben keine Schulden - zum Glück". Er fügte noch an, dass das so bleiben soll. Ein Leitthema für nächstes Jahr wird laut Tresch die Entwicklung des Stadtjugendrings sein. Zum einen geht es dabei ums Finanzielle, zum Beispiel um die Zuschussregelung. "Es hat sich gezeigt, dass für eine Freizeit 1,20 Euro pro Tag und Teilnehmer nicht das Papier wert sind, auf dem der Antrag geschrieben wurde." Basis sei ein 2009 geschlossener Grundlagenvertrag, der nach Treschs Auffassung überarbeitet werden müsse. Weiterhin werde es den Beitrag des Stadtjugendrings zur interkulturellen Woche geben, genauso "Demokratie lebt". Geplant sei ein Abendseminar zu Pressearbeit und soziale Medien für Vereine und Verbände. Auch Juleica-Auffrischungskurse sind vorgesehen. "Da läuft einiges beim Stadtjugendring", sagte OB Michael Cerny anerkennend. Allerdings habe Christoph Tresch auch den Finger in die Wunde gelegt. Zum einen hinsichtlich der Aktivierung für die Mitarbeit beim SJR, zum anderen hinsichtlich der Förderliste, die so entwickelt werden müsse, dass sie interessant sei. "Der Stadtjugendring ist auch das Sprachrohr der Jugendlichen", machte er deutlich und erwähnte in diesem Zusammenhang den Jugendgipfel. "Es ist notwendig, dass sich Ehrenamtliche finden, die bereit sind, mitzuarbeiten", betonte er.

Info:

Cura als Coaching-Modellprojekt

Cura - das ist die Abkürzung für ein Coaching von Bedarfsgemeinschaften zur Bekämpfung urbaner Arbeitslosigkeit. Oder wie es Oberbürgermeister Michael Cerny am Dienstagnachmittag im Jugendhilfeausschuss formulierte: Hartz IV-Karrieren durchbrechen. Jugendamtsleiter Thomas Boss nannte die Zielgruppe für dieses Modellprojekt: Ein- und Mehrpersonenhaushalte in Bedarfsgemeinschaften, also Langzeitarbeitslose, mit Kindern und komplexen Lebenslagen. Das Konzept stellte Sibylle Vinzens, die bei der Stadt für die Jugendhilfeplanung zuständig ist, ausführlich vor. Je eine Fachkraft beim Jobcenter und beim Jugendamt sollen passgenaue Hilfen für diesen Personenkreis erarbeiten. "In einem Drittel der Bedarfsgemeinschaften in der Stadt leben minderjährige Kinder", informierte Vinzens. (san)

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