08.09.2019 - 15:31 Uhr
AmbergOberpfalz

Blitzer kümmern sich auch um Bienen

Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz, kurz ZV KVS, geht unter die Imker: Insgesamt fünf Bienenstöcke haben bei der Behörde mit Sitz in Amberg jetzt ihr neues zu Hause gefunden. Was steckt dahinter?

Maximilian Köckritz, ehemaliger Geschäftsführer des Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit, Sandra Schmidt, kommissarische Geschäftsführerin, und Steffi Zehetbauer vom Start-up „Bienery – Oberpfälzer Bienenpflege“ bei der Vorstellung des Projekts.
von Externer BeitragProfil

Es summt, es brummt, es wuselt: Auf der Wiese hinter dem Bürogebäude des ZV KVS am Liebengrabenweg in Amberg ist ordentlich was los. Seit ein paar Wochen tummeln sich dort die knapp 200 000 neuen emsigen Mitarbeiter des Verbands - fünf Bienenvölker mit jeweils knapp 40 000 Bienen, heißt es in einer Mitteilung an die Presse. "Uns vom Zweckverband liegen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Mit unseren Bienen möchten wir so einen kleinen Beitrag zum regionalen Artenschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt leisten", erklärt Sandra Schmidt, kommissarische Geschäftsführerin des ZV KVS.

Professionelle Unterstützung holt sich der Verband dafür von Stefanie Zehetbauer. Die begeisterte Imkerin hat mit dem Start-up "Bienery - Oberpfälzer Bienenpflege" ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und ermöglicht damit Unternehmen wie Privatpersonen, sich für die heimische Honigbiene zu engagieren. "Ohne Bienen und ihre Blütenbestäubung fehlt der Natur der Antrieb. Es gäbe nur 10 bis 20 Prozent des jetzigen Ertrags an Äpfeln, Tomaten, Erdbeeren und Co. Kein Wunder also, dass die Biene nach Rind und Schwein das wichtigste Nutztier in Deutschland ist", so die Amberger Bienenhalterin. Das heißt: Die Zweckverbands-Bienen sammeln rund um den Liebengrabenweg und das nahe gelegene Landesgartenschaugelände nicht nur fleißig Honig - pro Stock übrigens 10 bis 30 Kilogramm pro Jahr -, sondern sorgen auch noch dafür, dass die Blüten der Bäume, Sträucher und Gräser bestäubt werden. Das Thema Nachhaltigkeit hat sich der ZV KVS nach eigenen Worten schon länger auf die Fahnen geschrieben: von der sukzessiven Umstellung des Zweckverbands-Fuhrparks auf E-Autos über ein papierloses Büro bis hin zur ressourcen- und umweltschonenden Beschaffung von Papier oder Büromaterial. "Wir möchten ein Vorbild für die öffentliche Hand und unsere Gemeinden sein - und versuchen, wo es geht, einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Ökosystemen vorzuleben", erklärt Schmidt.

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