23.06.2020 - 15:18 Uhr
AmbergOberpfalz

Bund Naturschutz unternimmt Exkursion zum Thema ökologische Gewässerbewirtschaftung

von Autor ZOProfil

Zu einer Erkundung der besonderen Art lädt der Bund Naturschutz (BN) für Freitag, 26. Juni, ein. Es geht um ökologische Gewässerbewirtschaftung durch die Fischereivereine und um ihr Bemühen, das ökologische Gleichgewicht der Fließgewässer zu erhalten beziehungsweise wieder herzustellen.

Aktuell ist dieses durch eingeschleppte Arten wie den amerikanischen Signalkrebs bedroht, der den einheimischen Edelkrebs immer mehr bedrängt, so dass er vom Aussterben bedroht wird.

Treff- und Ausgangspunkt für die Exkursion ist am Freitag um 18 Uhr der Parkplatz gegenüber der Schlossapotheke beim Getränkemarkt in Haselmühl (Vilstalstraße). Nach der Erkundung ist geplant, die vor Ort gewonnenen Informationen noch bei einem Beisammensein in Gasthaus Zur Post zu vertiefen.

Warum das ökologische Gleichgewicht gefährdet ist und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden, erklärt die Referentin Manuela Madsen direkt vor Ort an der Einmündung des Krumbachs in die Vils. Die Referentin ist ausgebildete Ökologin und Vorstandsmitglied des Fischereivereins Schmidmühlen, unterhält eigene Gewässer und widmet sich seit mehreren Jahren dem Thema der invasiven (eingewanderten) Arten, speziell der Flusslandschaften.

Manuela Madsen fischt seit ihrer Kindheit, eine naturverbundene Lebensweise ist ihr wichtig. Seit zwei Jahren beschäftigt sie sich mit dem Thema Krebsvorkommen. Dabei werden gezielt Krebse entnommen und so die vorkommenden Arten festgestellt. Dabei ist ihr die starke Verbreitung des Signalkrebs, eines Einwanderers aus Amerika, der über Schweden auch in die hiesigen Bäche, Flüsse und Seen gelangt ist, aufgefallen.

Krebse werden im Landkreis Amberg-Sulzbach von geschulten Krebshegern entnommen, wobei eine vereinsübergreifende Zusammenarbeit mit dem Naturpark Hirschwald e. V. besteht. Geschützte Arten werden natürlich sofort zurückgesetzt und behördlich vermerkt. Signalkrebse versucht man durch Entnahme in Schach zu halten, damit auch die heimischen Arten wie der Edelkrebs noch eine Überlebenschance haben. Denn Signalkrebse tragen die Krebspest und verdrängen durch ihr aggressives Verhalten den heimischen Flusskrebs. Sie sind übrigens zum Verzehr geeignet.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.