14.12.2018 - 14:12 Uhr
AmbergOberpfalz

Christbäume landen meist im Ofen

Fast hätte Vilseck Amberg geschlagen. Aber nur fast. Mit 14 Metern steht der höchste Christbaum auf dem Amberger Marktplatz – aber auch nur, weil die Vilsecker drei Meter Stamm absägen mussten, um das Grünzeug transportieren zu können.

von Redaktion ONETZProfil

Damit „schrumpfte“ das Prachtexemplar aus dem Privatgarten von Karl Winkler auf zwölf Meter. Wie hoch sind die Christbäume in der Region, wo kommen sie her und vor allem, was passiert mit ihnen nach Weihnachten? Eine Auflistung – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Amberg

Standort: Marktplatz und Malteserplatz
Herkunftsort: Ammerthal bzw. Emailfabrikstraße in Amberg
Höhe: 14 Meter und 12 Meter
Sorte: Tannen
Verarbeitung: Bislang wurden die Bäume als Brennholz für die Hackschnitzelheizung des Betriebshofes verarbeitet, heuer werden sie zum ersten Mal für einen guten Zweck versteigert.

Ammerthal

Standort: Rathaus
Herkunft: gespendet von einer Gemeindebürgerin
Höhe: fünf Meter
Sorte: Koreatanne
Verarbeitung: nachhaltige Verwendung durch Bauhof-Gemeinde.

Auerbach

Standort: Marktplatz
Herkunftsort: Spende aus Privatgarten
Höhe: 12 Meter
Sorte: Edeltanne
Verarbeitung: fachgerechte Entsorgung; zu Teilen als Häckselgut weiterverwendet.

Ensdorf

Standort: Rathaus
Herkunft: gemeindlicher Wald
Höhe: 4,30 Meter
Sorte: Fichte
Verarbeitung: „Es gibt zwar eine Christbaumversteigerung, aber unser Baum landet normalerweise in der Hackschnitzelheizung, welche auch das Rathaus mit Wärme versorgt“, heißt es aus dem Rathaus.

Freihung

Standort: neben dem Zebrastreifen (Amberger Straße)
Herkunftsort: vor Ort gepflanzt
Höhe: 2,5 Meter
Sorte: Nordmanntanne
Verarbeitung: entfällt zukünftig
Besonderheit: Die Gemeinde geht in diesem Jahr einen neuen Weg und bricht nicht nur beim Aufstellungsort des Baumes mit den herkömmlichen Traditionen. Nach Aussage des Kämmerers, Maximilian Heindl, wollte man in Freihung nicht mehr jedes Jahr einen neuen Baum fällen. Deswegen ist eine junge Nordmanntanne mit 2,5 Metern Höhe gekauft und mittlerweile auch gepflanzt worden. Die Gemeinde hofft nun auf ein Wachsen und Gedeihen des Baumes und viele prächtige Adventszeiten mit dem neuen, fest in der Erde verankerten Exemplar.

Gemeinde Hirschbach

Ortsteil Hirschbach
Standort: Dorfplatz in Hirschbach
Herkunftsort: gespendet durch Familie Gnahn (Achtel; eigener Wald)
Höhe: 8 Meter
Sorte: Fichte
Verarbeitung: keine Angabe.
Ortsteil Eschenfelden
Standort: Dorfplatz in Eschenfelden
Herkunftsort: gespendet von Familie Leißner aus Eschenfelden
Höhe: circa acht Meter
Sorte: Fichte
Besonderheit: Der Baum wird alle Jahre durch freiwillige Helfer aus dem Dorf aufgestellt. Die Lichterketten spendierte die Feuerwehr Eschenfelden. Die erforderliche Elektrizität kommt von Familie Karl Müller, (Dorfplatz).
Verarbeitung: keine Angabe.

Hirschau

Standort: Marktplatz
Herkunftsort: Von Anlieger gestiftet
Höhe: 10 Meter
Sorte: Nordmanntanne
Verarbeitung: Baum endet in der Verwertung.

Hohenburg

Standort: Marktplatz
Herkunftsort: Gemeindewald
Höhe: 8 Meter
Verarbeitung: Brennholz

Kastl

Standort: Marktplatz vor dem Rathaus
Herkunftsort: Spende einer Privatperson aus Kastl; „Oft handelt es sich um Bäume aus dem Garten, die sowieso weg müssten, weil sie zum Beispiel zu groß werden“, heißt es aus der Verwaltung. Die Fällung übernimmt der Bauhof, den Transport eine ortsansässige Erdbaufirma.
Sorte: Fichte
Höhe: 7 Meter
Verarbeitung: Der Baum wird zu Brennholz verarbeitet und auf Wunsch der Privatperson, die ihn gespendet hat, zurückgegeben.

Königstein

Standort: Marktplatz
Herkunft: Pressather Tannenland
Höhe: 11 Meter
Sorte: Tanne
Verarbeitung: Es steht noch nicht endgültig fest, ob der Baum entweder zu Hackschnitzel verarbeitet oder für das Christbaumverbrennen benutzt wird – eine Veranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Königstein.

Poppenricht

Standort: Rathaus
Herkunft: Privatgarten
Höhe: circa 7 Meter
Sorte: Blautanne
Verarbeitung: Nach Abbau geht der Baum an den Eigentümer zurück und wird zu Brennholz verarbeitet.

Rieden

Standort: bei der Marktplatzkirche
Herkunft : Privatgarten aus Rieden
Höhe: circa 8 Meter
Sorte: Blautanne
Verarbeitung: Hackschnitzel; um den Weihnachtsbaum im Dorf kümmert sich nicht die Gemeinde, sondern der Heimatverein Rieden, informierte der Bürgermeister.

Schmidmühlen

Standort: Kirchplatz
Herkunft: Spende aus Privatgarten
Höhe: 8 Meter
Sorte: Douglasie
Verarbeitung: Brennholz.

Sulzbach-Rosenberg

Standort: In Sulzbach-Rosenberg gibt es drei Hauptbäume. Vor dem Rathaus, der katholischen Kirche Sulzbach und am Kirwaplatz in Rosenberg (vor Hauptstraße 22a)
Herkunft: Zum ersten Mal von einem Händler. Es sind aber ausschließlich Bäume aus Bayern.
Höhe: Alle Bäume sind etwa 10 Meter hoch.
Sorte: Nordmanntannen
Verarbeitung: Brennholz.

Ursensollen

Standort: Dorfplatz
Herkunft: Familie Donhauser aus Ursensollen
Sorte: Orientalische Fichte
Höhe: 8 Meter
Verwendung: Baum wird gehäckselt, und die Zweige werden als Pflanzenabdeckung verwendet.

Vilseck

Standort: Marktplatz
Herkunftsort: Aus dem Garten von Karl Winkler aus Schlicht
Höhe: 12 Meter (drei Meter mussten vom Stamm abgesägt werden, damit der Baum transportiert werden konnte)
Sorte: Douglasfichte
Besonderheit: Die Firma Luber aus Sulzbach-Rosenberg stellte kostenlos einen Kranwagen zur Verfügung, den Fahrer Werner Wölker bediente. Schon zum 22. Mal sorgte er gemeinsam mit Vorarbeiter Armin Heuberger für die Anlieferung und das reibungslose Aufstellen des Baumes. Auch in den anderen Ortsteilen der Großgemeinde stellten Mitarbeiter vom Bauhof Christbäume auf, die von verschiedenen Bürgern gespendet wurden. Am 1. Dezember feierten die Stadtbewohner ein Beleuchtungsfest.

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