09.05.2020 - 21:04 Uhr
AmbergOberpfalz

Corona lässt den Muttertag kalt

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"Virus und wir" - so heißt die Kolumne, in der Redaktionsmitglieder von Oberpfalz-Medien ihre Gedanken zur Coronakrise aufschreiben. Wobei Markus Müller auf einem Umweg über die Väter zum Muttertag kommt.

Ein vierjähriger Junge überreicht in einem Garten seiner Mutter gepflückte Blumen.
von Markus Müller Kontakt Profil

Was ist ein Familienvater? Laienhaft formuliert: Ein Mann, der mit Frau und Kindern zusammenlebt und dessen Leben zu einem Großteil durch diese Konstellation bestimmt ist. Was ist eine Familienmutter? Ein für den Duden unbekanntes Wesen. Im Deutschen muss man offenbar nicht den Begriff „Familie“ vorschalten, um deutlich zu machen, dass das Leben der Mutter in erster Linie durch die Sorge für die Kinder geprägt ist. Das Wort „Vater“ alleine trägt nicht all diese Bedeutungen, die im Begriff der Mutter mitschwingen, nicht all diese Wärme. „Vater“ funktioniert auch ganz gut als Bezeichnung für den biologischen Erzeuger, zu dem ansonsten keine engere Beziehung besteht.

Dieser Unterschied spiegelt sich auch an anderer Stelle wider: Am Vatertag ziehen Scharen von Männern, die im Zweifelsfall gar keinen Nachwuchs haben müssen, mit exorbitant großen Biervorräten auf einem Leiterwägelchen durch die Lande. Abends können sie sich oft nicht mehr an Name oder Wohnort erinnern. Am Muttertag gibt es für Kinder nichts Wichtigeres, als der Mutter ihre Dankbarkeit zu zeigen und sie zu besuchen. Das wird auch Corona nicht ändern können.

Ein kleiner Tipp für alle, denen noch keine Überraschung zum Muttertag eingefallen ist

Amberg

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