23.05.2019 - 10:41 Uhr
AmbergOberpfalz

Cousin von Prinz Charles als Schirmherr

Ab Freitagabend erzählt das Welttheater auf dem Mariahilfberg die Geschichte um Friedrich V. . Und im Maltesergarten lebt vier Tage lang die Zeit des Winterkönigs wieder auf.

Zwei Landsknechte beim ersten barocken Lagerleben zum Welttheater vor fünf Jahren. Damals hatten die historischen Gruppen auf dem Mariahilfberg-Parkplatz ihr Feldlager aufgeschlagen. Heuer lassen sie im Maltesergarten die Zeit des Winterkönigs lebendig werden.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Zum barocken Lagerleben hat die Kurfürstliche Schlosswache als Organisator verschiedene historische Gruppen, die die Zeit Winterkönigs und dessen militärischen Untergangs am Weißen Berg vor Prag abbilden, eingeladen. Neben den Gastgebern werden die Holksche Horde aus Altdorf, die Altdorfer Kroaten, das Garderegiment zu Pappenheim, das Weydhauser Fähnlein und das Pressather Fähnlein den Maltesergarten vier Tage lang in ein Feldlager verwandeln. Das barocke Lagerleben startet am Donnerstag, 30. Mai, um 16 Uhr und endet am Sonntag, 2. Juni, wenn die Gruppen gegen 17.30 Uhr wieder verabschiedet werden.

Dargestellt wird nach Angaben von Gabriele und Gerd Wennicke von der Kurfüstlichen Schlosswache nicht nur das kriegerische Leben, sondern auch das Drumherum - von der Marketenderei über die Zubereitung von Essen am offenen Feuer bis zum Feldscher, der als Handwerker die Wunden von Soldaten versorgte. "Eben alles über das Leben in einem solchen Lager", sagt Gerd Wennicke.

Die Besucher des Lagerlebens müssen weder hungern noch dursten. Neben Bier der 1617 gegründeten Amberger Brauerei Winkler gibt es Wein, Met, Liköre und alkoholfreie Getränke sowie bayerische Schmankerln aus dem Holzofen, Landsknechtseintopf, Schupfnudeln in allen Variationen, aber auch Schäuferl und Bratwürste. Die Organisatoren freuen sich besonders auf einen adeligen Ehrengast: Eduard, Prinz von Anhalt-Askanien und Herzog von Sachen, der die Schirmherrschaft für das barocke Feldlager übernommen hat. Nach Amberg kommt der 78-Jährige, der ein Cousin des britischen Thronfolgers Charles ist, laut Gabriele und Gerd Wennicke in Begleitung seiner Tochter, Julia Katharina (Erbprinzessin von Anhalt), und deren ältesten Sohn Maxime (8). Der heutige Chef des Hauses Anhalt-Askanien ist ein Nachfahre von Fürst Christian von Anhalt.

Dieser war zu Zeiten des Winterkönigs Statthalter in Amberg und drängte den jungen und unerfahrenen Kurfürsten, die böhmische Königskrone anzunehmen, was schlussendlich zum Dreißigjährigen Krieg führte. Wie das Ehepaar Wennicke weiter erzählt, ist der bekannteste Abkömmling dieses Hochadelsgeschlechts Sophie Auguste Frederike Prinzessin von Anhalt - besser bekannt ist diese Dame als Katharina die Große, Zarin von Russland.

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