SPD-Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth sprach nach der vorberatenden Haushaltssitzung des Stadtrats zu Beginn des Monats von fehlendem Respekt der CSU und ließ den Pakt mit den Christsozialen platzen. Stil- und Benimmsachen hätten nicht gestimmt. Ende des Monats, am Montag während der entscheidenden Etatsitzung, war es CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann, der versöhnliche Töne anschlug.
Wörtlich sagte Mußemann während seiner 31 Minuten langen Rede: "Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Ihnen, liebe Frau Kollegin Birgit Fruth, für die gute, stets zielgerichtete und vor allem erfolgreiche Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion. Gemeinsam haben wir die wichtigsten unserer gesteckten Ziele erreicht." Als einziges Beispiel nannte er den Baufortschritt am neuen Parkdeck in der Marienstraße.
Fruth, die mir ihrer Bewertung des städtischen Haushalts nach Mußemann an der Reihe war, kam auf das politische Miteinander ebenfalls zu sprechen. 24 Minuten dauerte ihr Beitrag, in dem sie sagte: "Nach dem Grund der Auflösung der Kooperation gefragt, gibt es nur eine klare Antwort. Eine fruchtbare Zusammenarbeit kann nur funktionieren, wenn beide Partner auf Augenhöhe miteinander kommunizieren. Das war in der ganzen Zeit nie der Fall."
Besonders "der eng begrenzte Gesinnungskorridor" des CSU-Fraktionschef habe ein gutes Miteinander unmöglich gemacht. Fruth legte aber weiter nicht nach: "Und dabei möchte ich es jetzt auch belassen. Denn ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass es dabei um meine Persönlichkeit geht." Dieter Mußemann nahm Fruth Äußerungen zur Kenntnis und ließ sie unkommentiert.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.