Amberg
03.11.2021 - 14:18 Uhr

Delta-Variante treibt Infektionszahlen hoch

Die Corona-Fallzahlen im Raum Amberg-Sulzbach sind gerade deutlich höher als im Vorjahr: Die ansteckende Delta-Variante macht sich in der Statistik bemerkbar. Und sorgt für besonders hohe Inzidenzen bei Jüngeren.

Angesichts der steigenden Fallzahlen appelliert Landrat Richard Reisinger zur Impfung gegen das Coronavirus. Symbolbild: Robert Michael/dpa
Angesichts der steigenden Fallzahlen appelliert Landrat Richard Reisinger zur Impfung gegen das Coronavirus.

Die Corona-Zahlen im Landkreis Amberg-Sulzbach und in der Stadt Amberg sind in diesem Jahr deutlich höher als zum selben Zeitpunkt 2020: Das zeigt eine Statistik, die das Landratsamt Amberg-Sulzbach jetzt veröffentlicht hat. "Waren vergangenes Jahr insgesamt 3052 Personen mit dem Corona-Virus infiziert, verzeichnet das Gesundheitsamt Amberg/Amberg-Sulzbach bis 31. Oktober dieses Jahres bereits 5059 Fälle", teilt die Behörde mit.

Hohe Ansteckungsgefahr

„Der Anstieg der Fallzahlen und der Inzidenzwerte lässt klar erkennen, dass die Verbreitung der Delta-Variante rasch fortschreitet", wird Landrat Richard Reisinger in der Mitteilung zitiert: "Dies hängt mit der hohen Ansteckungsfähigkeit von Delta in Verbindung mit der kälteren Jahreszeit und dem häufigeren Aufenthalt in Innenräumen zusammen." Deshalb appelliert er an die Bürger: „Lassen Sie sich impfen. Das ist der beste Schutz für Sie und ihre Mitmenschen.“ Die Impfungen schützten "vor allem vor schweren und tödlichen Folgen einer Covid-Infektion". Trotzdem sind laut der Info aus dem Landratsamt zunehmend sogenannte „Impfdurchbrüche“ zu beobachten – also Fälle, in denen sich Geimpfte mit dem Virus infizieren. "In den meisten Fällen erleiden diese Personen jedoch nur milde Symptome und benötigen keine stationäre oder gar intensivmedizinische Behandlung", betont das Landratsamt. Zudem steckten Geimpfte wesentlich seltener andere an.

Die Presseinfo zitiert auch Dr. Roland Brey, den Leiter des Gesundheitsamts Amberg/Amberg-Sulzbach, der aktuell "viele Häufungen von Infektionsfällen in Privathaushalten, Schulen, Kindergärten und Betrieben" beobachte. Dabei gebe es "kein einzelnes Ereignis oder größeres Ausbruchsgeschehen, das die hohen Inzidenzwerte erklären würde“. Pflegeheime im Landkreis seien nicht oder kaum betroffen. Der Leiter des Gesundheitsamtes führt das auf die sehr guten Impfraten bei den Bewohnern und Pflegenden zurück, die zum Teil schon eine „Booster-Impfung“, also eine Auffrischungsimpfung, erhalten hätten.

Jüngere stärker betroffen

Die höchste Inzidenz verzeichne im Amberg-Sulzbacher Land derzeit die Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen, gefolgt von den 0- bis 14-Jährigen. Der Anteil der Ungeimpften ist laut Landratsamt bei diesen Personengruppen weit höher, "zudem haben Jüngere ein anderes Freizeitverhalten, das mit mehr sozialen Kontakten einhergeht". Der Landrat bittet deshalb die Bevölkerung, alle Hygieneregelungen ernst zu nehmen, um einen explosionsartigen Anstieg der Infektionszahlen wie in anderen Landkreisen zu verhindern: „Waren bisher die jüngeren mit den älteren Generationen solidarisch und tragen beispielsweise den ganzen Tag über Masken an den Schulen, so müssen wir uns jetzt umgekehrt für die Kinder und Jugendlichen stark machen."

Amberg03.11.2021

„Waren bisher die Jüngeren mit den älteren Generationen solidarisch und tragen beispielsweise den ganzen Tag über Masken an den Schulen, so müssen wir uns jetzt umgekehrt für die Kinder und Jugendlichen stark machen."

Landrat Richard Reisinger

 
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