Am Donnerstag wurde der gebürtige Straubinger und derzeitige Kulturreferent der Stadt Amberg vom Stadtrat mit einer großen Mehrheit gewählt. Bereits im ersten Wahlgang setzte er sich mit 31 Stimmen gegenüber seinen Bewerbern durch. Einzig allein der mehrfach im Vorfeld genannte Landkreis-Kulturreferent Thomas Feuerer hatte mit 12 Stimmen noch annähernd Chancen gegenüber Dersch. Die beiden anderen Kandidaten bekamen nur fünf beziehungsweise zwei Stimmen. Überglücklich zeigte sich der 49- jährige Dersch nach der Wahl: „Für mich ist heute ein Traum in Erfüllung gegangen.“
Das Handwerkszeug für das Amt des Kulturreferenten habe er vor allem durch seine Arbeit als Kulturamtsleiter in Amberg in den vergangenen zehn Jahren gelernt. Als weitere Qualifikation sieht Dersch, dass er selbst Künstler sei und deshalb deren Sprache verstehe. Neben einem Lehramtsstudium für die Fächer Deutsch und Englisch habe er klassische Posaune und Jazz-Posaune am Richard-Strauß-Konservatorium in München studiert. Zuletzt leitete er in Amberg ein Sinfonieorchester. Auch wenn er dafür als Kulturreferent wahrscheinlich keine Zeit mehr finden wird, freut sich der 49-Jährige sehr auf die Zeit in der Donaustadt, in der er früher bereits 20 Jahre gelebt hat. Neben seines Studiums war er an der städtischen Musikschule tätig und hatte später einen Lehrauftrag an der Uni als Leiter der Uni-Bigband. Auch im Regensburger Jazz-Club ist Dersch kein Unbekannter.
Sobald er die Wahl verdaut hat, möchte der 49-Jährige zu neuen Ufern aufbrechen. Neben den vielen Leuchttürmen, die die Stadt mit Institutionen wie den Domspatzen habe, möchte er aber auch Stadtteil-Kultur vorantreiben und auch die freie Szene mehr fördern.
Dersch wird die Nachfolge von Klemens Unger zum 1. Oktober 2019 antreten. Unger war zwanzig Jahre Kulturreferent der Stadt Regensburg.













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