"Probieren geht über Studieren" besagt ein altes Sprichwort - Brigitte Netta hingegen erweiterte das Alte, um Neues entstehen zu lassen. Frühkindliche MINT-Erziehung ohne Zwang, aber mit der Chance, die eigenen Talente zu entdecken. Mit dieser Einstellung schaffte es die Netzwerkerin und Leiterin von DigiMINTKids unter die zehn Finalisten in der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres".
Dem Amberger Bündnis zugehörig sind der Präsident der OTH Amberg-Weiden, Professor Clemens Bulitta, Karlheinz Brandelik, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Amberg sowie Professorin Fabienne Becker-Stoll, Direktorin des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP) und ihre Stellvertretung und Abteilungsleiterin, Eva Reichert-Garschhammer, und Stadt-Jugendamt-Leitung Thomas Boss. "Jedoch sind es jetzt über 16 Akteure im Steuerungskreis und über 50 Engagierte, die ihr Wissen in unserem Netzwerk teilen", führte Netta bei einem digitalen Treffen aus.
Kita hat Juroren beeindruckt
Entscheidend für die Nominierung, erklärte der Experte der Bündnis-Kategorie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Michael Schröter, sei die beeindruckende Art und Weise der Gründung von DigiMINTKids während der Pandemie bis hin zur kreativen Gestaltung und Erörterung von Lösungen und Mitspracherecht der Kinder und Eltern. "Neue Umsetzung von tragfähigen Strukturen erlauben den Ansatz pädagogischer Übermittlung nicht nur im High-Tech-Bereich. Hier wurde ein Platz für alle gesellschaftlichen Schichten geschaffen."
Ebenso überzeuge die ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung und KiTa. Für Karlheinz Brandelik stehe vor allem die Offenheit der Kindertagesstätte im Vordergrund. "Einblick durch große Fenster schaffen und dadurch Bildung dem öffentlichen Raum zu präsentieren, ist auch eine gesellschaftliche Chance."
Verbindungen sind essenziell
Auch wenn anfangs belächelt, stellten sich für Brigitte Netta keine Zweifel am Standort der im Juli 2020 eröffneten Kindertageseinrichtung. "Wir sehen hier eine fabelhafte Verbindung zwischen Senioren, Studierenden, Eltern und frühkindliche Erziehung." Mit ihrer Vision, Engagement und Ausschöpfung von Hilfen und staatlichen Mitteln, gelang es Netta Generationen, Wirtschaft und Bildung praktisch zu vereinen. Auch konnte Stadt-Jugendamt-Leitung Thomas Boss die Langfristigkeit und Ausbaufähigkeit der Einrichtung bestätigen.
Prof. Dr. Clemens Bulitta erläuterte darüber hinaus die Wichtigkeit der entstandenen Brücke: "Das Interesse an MINT-Fächern ist noch immer gering. Diese Art der neuen Heranführung von Kindern hilft, Kompetenzen zu entwickeln und eine ganzheitliche Bildungsgeographie aufzubauen."
"Es geht hier aber nicht nur darum, schöne Projekte umzusetzen", informierte Dr. Fabienne Becker-Stoll, "wir arbeiten immer daran, neue Erkenntnisse und Herangehensweisen an alle Pädagogen und Erzieherinnen betreffender Einrichtungen weiterzugeben."
Einfach einen Versucht gewagt
Mit dieser Rückendeckung und der unterstützenden Zusammenarbeit mit der Stadt Amberg entschied sich Brigitte Netta einfach aus einem inneren Impuls heraus.
Die Leiterin hat ihre DigiMINTKids für die Auszeichnung angemeldet. Aus einem spontanen Gefühl könnte so bald eine gr0ße Summe Geld werden.















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