10.04.2019 - 15:42 Uhr
AmbergOberpfalz

Diakonie mit Millionen-Projekt

Vor etwas mehr als zehn Jahren investierte die Diakonie 2,4 Millionen Euro in die Erweiterung des Seniorenheims an der Hellstraße. Jetzt ist von einer Sanierung des Altbaus und einem Neubau die Rede. Zwei Millionen Euro reichen da nicht.

Der vor 46 Jahren errichtete Haupttrakt entlang der Hellstraße soll bei laufendem Betrieb komplett saniert werden, so die Pläne des Diakonievereins.
von Autor GFProfil

Mit einer Investitionssumme von rund elf Millionen Euro rechnet Siegfried Balzer, der Vorsitzende des Diakonievereins. Teile des um 1920 errichteten Gebäudes seien marode und nur mit großem finanziellen Aufwand erhalten bleiben.

Das Gebäude an der Schwaigerstraße wurde 2008 errichtet, der Bau entlang der Hellstraße stamme aus den 70er-Jahren. Während der Bauphase, in der der Betrieb des Seniorenheims weiterlaufen soll, werden laut Balzer weder Pflege- noch Arbeitsplätze gestrichen. Die Diakonie plane sogar die Aufstockung der Pflegeplätze von derzeit 92 auf 115. Bei der Mitgliederversammlung ging der Vorsitzende konkret auf das Vorhaben ein: Der dreigeschossige Neubau werde ein Flachdach erhalten, um die nördlich des Seniorenheims wohnenden Nachbarn so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

"Unter dem Strich ist der Neubau auf jeden Fall sinnvoller", sagte Balzer, denn wegen gesetzlicher Auflagen, zum Beispiel beim Brandschutz, müsste der Diakonieverein ohnehin kostenaufwendig nachbessern. In der Investitionssumme von rund elf Millionen Euro seien ein Beitrag der Stadt von 4.6 Millionen Euro und zwei Bankdarlehen verplant. Balzer hofft, dass auch das in Amberg angesiedelte Landesamt für Pflege Vorteile bringe, "denn wir werden uns um einen Zuschuss aus dem 1000-Betten-Programm der bayerischen Staatsregierung und weitere Fördermittel bemühen". Verträge mit Architekt, Projektsteuerern, Fachplanern und Experten seien bereits abgeschlossen. Pläne und eine detaillierte Kostenberechnung seien derzeit in Arbeit. Noch in diesem Frühjahr werde der Diakonieverein die Baugenehmigung bei der Stadt beantragen. Zuerst abgerissen werden soll der Altbau, in dem bisher die Verwaltung untergebracht ist. Während dieser Bauphase arbeite die Verwaltung in den ehemaligen Räume an der Hellstraße. Diese sind frei, weil die Diakonie-Station mittlerweile in das Haus des Handwerks an der Fuggerstraße umgezogen ist. Angemerkt

Mit dem Abbruch des 93 Jahre alten Gebäudes, in dem bis vor Kurzem Verwaltung und Heimleiterwohnung untergebracht waren, beginnen die Umbau- und Sanierungsarbeiten am Seniorenheim der Diakonie an der Hellstraße.
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