Legt das Erasmus-Gymnasium weiter zu? Kann das Gregor-Mendel-Gymnasium seine Talfahrt stoppen und wirkt sich beim Max-Reger-Gymnasium die Dauerbaustelle aus? Wie geht es überhaupt den Decker-Schulen? Die Zahlen für den Übertritt an die weiterführenden Schulen nach der 4. Grundschulklasse werden Jahr für Jahr mit Spannung erwartet - obwohl niemand schlüssig erklären kann, warum sie am Ende so ausfallen, wie sie sind.
Der große "Sieger" in diesem Jahr ist das Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium - sowohl in absoluten Zahlen als auch prozentual. 54 Mädchen haben sich für das kommende Schuljahr fest angemeldet, fünf besuchen den Probeunterricht. Im vergangenen Jahr waren es noch 41 Anmeldungen gewesen. Das Plus des DJD-Gymnasiums liegt bei 13 Schülerinnen beziehungsweise gut 25 Prozent. Damit hat das Gymnasium die Zahlen seit dem Tief von vor zwei Jahren, als sich gerade einmal 25 Mädchen für die Schule interessiert hatten, wieder verdoppelt.
Zu den Gewinnern - bei über den Vorjahrswert liegenden Übertrittszahlen insgesamt - gehört auch das Gregor-Mendel-Gymnasium. Hatten sich im Vorjahr noch 76 Mädchen und Buben für diese Schule angemeldet, sind es für das Schuljahr 2019/2020 wieder 88 - und fünf Kinder im Probeunterricht. Wobei die Schulen davon ausgehen, dass ein Drittel bis die Hälfte dieser Probeschüler am Ende bleibt.
Das musische Max-Reger-Gymnasium hat die leichte Delle vom Vorjahr, als sich nur noch 56 Kinder für dieses besondere Gymnasium interessierten, gut überwunden: 64 Festanmeldungen und sechs Probeunterrichtler lassen die Sympathiewerte wieder um gut 15 Prozent nach oben schnellen. "Wir sind sehr zufrieden", sagt stellvertretender Schulleiter Georg Meyer, der damit rechnet, dass am Ende um die 67 Buben und Mädchen drei 5. Klassen bilden werden.
Bei all den Siegern muss es auch einen "Verlierer" geben: Diesmal muss das sprachliche Gymnasium, das Erasmus einen Rückgang hinnehmen, nachdem die vergangenen beiden Jahre ganz im Zeichen des Booms standen. Waren es 2018 noch 74 Festanmeldungen, so sind es aktuell noch 63. Vier Schüler absolvieren den Probeunterricht. Trotzdem ist man am EG ganz zufrieden mit den Zahlen. Zu beeinflussen sind sie ohnehin nur sehr schwer über die Werbeveranstaltungen im Vorfeld. "Viel geht über die modern so bezeichneten Influencer", stellt GMG-Chef Peter Welnhofer fest - und hat wahrscheinlich sehr recht.
Bleiben noch die beiden Realschulen im Stadtgebiet. Die Schönwerth-Realschule verzeichnet 107 Festanmeldungen und 36 Buben und Mädchen im Probeunterricht. "Am Ende werden es wieder rund 130 sein", schätzt stellvertretender Schulleiter Andreas Rupprecht und ist damit sehr zufrieden. "Wir hatten erwartet, dass uns das G 9 ein paar Schüler kosten wird." Erfolg auch bei der Dr.-Johanna-Decker-Realschule: 55 Festanmeldungen (2018: 50) und 19 Schülerinnen im Probeunterricht bedeuten auch an dieser Realschule eine Steigerung.













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