19.02.2020 - 10:33 Uhr
AmbergOberpfalz

Im Dreifaltigkeitsviertel tut sich was

Ausbau der Bäumlstraße, neue Wohnblocks an der Nordgaustraße und Baugebiet am Mosacherweg: Beim Ortstermin der CSU im Dreifaltigkeitsviertel gibt es viel zu besprechen.

„Wir rüsten das Dreifaltigkeitsviertel auf“, sagte CSU-Fraktionsvorsitzende Dieter Mußemann (Mitte), der zusammen mit Christian Schwarzer (Zweiter von links), Jonas Schwarzer (Zweiter von rechts), stellvertretendem CSU-Kreisvorsitzendem Matthias Schöberl (rechts) und Oberbürgermeister Michael Cerny (links) die Pläne für neue Wohngebiete vorstellte.
von Autor GFRProfil

Bei dem Treffen im Café Muskat ergriff zunächst CSU-Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann das Wort: Das Dreifaltigkeitsviertel sei bereits ein attraktiver Stadtteil. Mit weiteren Baumaßnahmen soll nun ein Beitrag dazu geleistet werden, dass sich der Wohnungsmarkt etwas entspannt.

Christian und Jonas Schwarzer, die Geschäftsführer der in Kümmersbruck ansässigen AHS-Gruppe, stellten ihr Projekt vor, das sie hinter der Agip-Tankstelle im Bereich Regensburger-/Nordgaustraße planen. Entstehen sollen ihren Worten zufolge 25 Eigentumswohnungen mit insgesamt gut 2400 Quadratmetern Wohnfläche. Hinzu kämen rund 1200 Quadratmeter an Gewerbefläche. Die Wohnungen, die zwischen 70 und 160 Quadratmeter groß sein sollen, würden auf drei Häuser verteilt. Auf dem Plan stehen auch 35 Tiefgaragenstellplätze und vier Carports. Für die Gewerbeeinheit mit Läden im Erdgeschoss sowie Büros und Arztpraxen in den oberen Etagen müsse das Anwesen Regensburger Straße 68 aber erst noch abgerissen werden. Dort sehen die Pläne weitere 15 Tiefgaragen- und zehn Außenstellplätze vor.

Was Christian Schwarzer wichtig ist: Es werde nachhaltig und ökologisch gebaut. Die Dächer würden begrünt und die Flächenversiegelung werde auf ein Mindestmaß reduziert. Geheizt werde mit Pellets oder Luftwärmepumpen. Die Aufträge gingen ausschließlich an Unternehmen aus der Region. Der Kaufpreis werde unter 4000 Euro pro Quadratmeter liegen.

Parkplätze unter die Erde

Ein weiteres Thema war die Parksituation im Dreifaltigkeitsviertel. Diese ist laut stellvertretendem CSU-Kreisvorsitzenden Matthias Schöberl verbesserungswürdig. Baureferent Markus Kühne sah es nicht anders: "Wir haben in Amberg viel zu wenig Parkraum, aber wir können nicht einfach weitere Flächen dafür verdichten." Zu begrüßen sei die von Schwarzer vorgeschlagene Lösung, die Parkplätze unter die Erde zu verlegen. In alten Baugebieten sei das aber nachträglich nicht mehr möglich. "Wie ist es um den Amberger Wohnungsmarkt bestellt?", wollte Oberbürgermeister Michael Cerny von Christian Schwarzer wissen, und der meinte, dass die Nachfrage nach gehobenem Standard ungebrochen sei.

Die Bäumlstraße war ein weiteres CSU-Thema. Wie Michael Cerny sagte, plane die Stadt schon seit Jahren, aber im kommenden Herbst könne mit dem Ausbau begonnen werden. Der Oberbürgermeister wörtlich: "Aber wir werden sicherstellen, dass die Gewerbeeinheiten während der Bauphase erreichbar sind." Baureferent Kühne ging kurz auf die geplante Gestaltung ein. Die Straße werde sechs Meter breit sein. Cerny fügte hinzu, dass zudem eine Tempo-30-Zone entstehen soll.

Abschließend ging es noch um das neue Baugebiet Mosacherweg Ost II, das auf dem Gelände einer ehemaligen Baumschule entstehen soll. "Wir werden gut ein Jahr für die Planungen brauchen", sagte Fraktionsvorsitzender Mußemann und rechnete damit, dass voraussichtlich im Frühjahr 2021 mit der Erschließung begonnen werden kann.

Ölheizungen verbieten

Der vorläufige Bebauungsplan sieht laut Kühne auf fünf Hektar vier Geschoßbauten, 25 Doppel- oder Einzelhäuser und weitere acht ebenerdige Gebäude vor. Laut Mußemann werden Ölheizungen nicht zugelassen. Die Nutzung von Sonnenenergie werde vorgeschrieben.

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