16.08.2019 - 15:59 Uhr
AmbergOberpfalz

Das dritte Derby binnen sieben Tagen für den SV Hahnbach

Mit dem Duell gegen den FV Vilseck beendet der SV Hahnbach die Englische Woche in der Fußball-Bezirksliga Nord. Am sechsten Spieltag muss der FC Amberg zu einem Aufsteiger, der TuS Kastl zu einem Absteiger.

Am vergangenen Sonntag gegen den FC Amberg (Bild), am Donnerstag gegen die DJK Ensdorf und an diesem Samstag gegen den FV Vilseck. Der SV Hahnbach (links Stürmer Fabian Brewitzer im Zweikampf mit Lennard Müller) ist derzeit im Derby-Stress.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Ein Heimspiel hat der SV Raigering, zu Gast im Pandurenpark ist der FC Wernberg. Der FC Amberg tritt beim Kreisliga-Süd-Meister SC Luhe-Wildenau an, der noch sieglose TuS Kastl beim gerade entthronten Spitzenreiter SV Etzenricht. Ein freies Wochenende hat die DJK Ensdorf: Ihre Partie beim SV Schwarzhofen wurde auf kommenden Mittwoch, 21. August, 19 Uhr verlegt.

SV Hahnbach - FV Vilseck Sa. 15.30 Uhr

(nrö) Der FV Vilseck hat nach zwei Jahren in der Kreisliga den Aufstieg in die Bezirksliga über die Relegation wieder geschafft. Nachdem das Team von Trainer Daniel Liermann zu Saisonbeginn doch einige wichtige Spieler verloren hat, wusste man von Anfang an, dass es schwer werden würde in der neuen Umgebung. Mit nur einem Punkt aus fünf Begegnungen stehen die Gäste nun auch am Ende der Tabelle. Nach drei knappen Niederlagen zu Beginn kam Vilseck beim 1:8 in Etzenricht gehörig unter die Räder. Aber die Mannschaft von Daniel Liermann zeigte eine Reaktion und sicherte sich zuletzt mit dem 2:2 zu Hause gegen die SpVgg Schirmitz den wichtigen ersten Punkt. Sicherlich wird der FV Vilseck in Hahnbach alles geben und versuchen, den Aufwärtstrend fortzusetzen.

Aber auch der SV Hahnbach zeigte eine Reaktion. Nach der ernüchternden und verdienten 0:3-Heimpleite gegen den FC Amberg am Sonntag gewann man am Feiertag hochverdient bei der heimstarken DJK Ensdorf. Die durch viele Verletzungen und Urlaub wieder mal stark veränderte Elf trat dem Gastgeber mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gegenüber und ließ das gefürchtete Ensdorfer Angriffsspiel nicht zur Entfaltung kommen.

Allerdings musste Trainer Thorsten Baierlein während der Partie verletzungsbedingt wieder ein paar Mal wechseln, so dass der Kader doch langsam kleiner wird. Der Hahnbacher Coach wird dennoch ein schlagkräftiges Team aufs Feld schicken, das in der Lage sein sollte, den Aufsteiger zu besiegen. Natürlich darf der Gegner nicht unterschätzt werden und für den SV Hahnbach gilt es, im dritten Spiel innerhalb einer Woche nochmals alle Kraftreserven zu mobilisieren.

SV Raigering - FC Wernberg Sa. 16 Uhr

Nachdem es die Raigeringer im letzten Heimspiel gegen Stulln versäumt haben, aus den vielen Chancen eine Führung zu erzielen und durch zwei individuelle Abwehrfehler mit 0:2 in Rückstand gerieten, hat sich die Mannschaft vor dem Spiel gegen den FC Wernberg selbst unter Zugzwang gebracht. Hoffen lässt das Auswärtsspiel in Kulmain, das die Panduren am Donnerstag mit 3:2 glücklich, aber nicht unverdient gewannen.

Der FC Wernberg lag in der vergangenen Saison bis zum 24. Spieltag auf Tabellenplatz eins. Durch Verletzungspech reichte es jedoch am Ende der Saison nicht mal mehr für den Relegationsplatz. Am Feiertag spielten die Wernberger daheim nur unentschieden gegen Aufsteiger Luhe-Wildenau. Jedoch darf man im Raigeringer Lager den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. SVR-Trainer Martin Kratzer rechnet im dritten Heimspiel in dieser Saison fest mit drei Punkten, um sich vom FC Wernberg etwas absetzen zu können.

SC Luhe-Wildenau - FC Amberg Sa. 16 Uhr

Es hätten drei Punkte sein können beim FC Wernberg, aber der SC Luhe-Wildenau hat das unglücklich zustande gekommene 2:2 abgehakt. Nun geht es gegen einen großen Namen: Der SC Luhe-Wildenau em-pfängt den FC Amberg zum zweiten Heimspiel der Saison im Michael-Höhbauer-Stadion. Die Amberger fuhren am Donnerstag gegen den SV Schwarzhofen den dritten Saisonsieg ein und belegen mit zehn Punkten Rang drei. Sieben Zähler hat der Gastgeber. Es hätten sogar zwei mehr sein können, wenn man nicht in der Nachspielzeit des Wernberg-Spiels einen fragwürdigen Elfmeterpfiff hätte hinnehmen müssen. Dennoch können die Schwarz-Roten mit ihrem Saisonstart durchaus zufrieden sein. Bei diesem schweren Auftaktprogramm hätte man nach fünf Begegnungen auch mit null Zählern dastehen können und wäre damit von Anfang an in den Abstiegskampf verwickelt gewesen. So rangiert man momentan auf Rang neun und hat auf die Abstiegsplätze ein Polster von sechs Punkten.

Am Samstag sind dennoch die Amberger der Favorit. Mit erst fünf Gegentreffern stellen sie derzeit die beste Defensive der Liga und in der Offensive konnten die FC-Akteure bereits 13 Mal einnetzen. In dieser Statistik agieren die Schwarz-Roten allerdings auf Augenhöhe. Auch sie durften bereits 13 eigene Treffer bejubeln. Damit dies auch am Wochenende der Fall ist, muss die Offensive vor dem Tor wieder effizienter agieren, denn gegen Wernberg wurden zahlreiche Hochkaräter vergeben.

SV Etzenricht - TuS Kastl So. 17 Uhr

Es war eine unglückliche Niederlage unter der Woche für den SV Etzenricht. Am Mittwochabend verlor der Landesliga-Absteiger gegen den TSV Detag Wernberg mit 0:1. Die erste Niederlage der Saison wäre aber durchaus vermeidbar gewesen. Co-Trainer Daniel Rohr resümierte nach dem Abpfiff: "In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel dominiert, jedoch haben wir es versäumt, vorne das Tor zu machen. Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre auf jeden Fall ein Punkt verdient gewesen."

Nun steht am Wochenende das nächste Heimspiel für den SV Etzenricht in der Bezirksliga Nord auf dem Programm. Am Sonntag gastiert der TuS Kastl am Siegfried-Merkel-Platz. Die Gäste aus Kastl sind nicht optimal in die neue Saison gestartet. Nach einer 0:3-Heimniederlage am vergangenen Mittwoch gegen den neuen Tabellenführer SpVgg SV Weiden II steht die Mannschaft um Spielertrainer Andreas Wendl auf dem 14. Tabellenplatz und wartet weiterhin auf den ersten Sieg in der laufenden Spielzeit. Die Favoritenrolle dürfte somit scheinbar klar verteilt sein, auch wenn die personelle Situation beim SV Etzenricht weiterhin angespannt bleibt.

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