Amberg
12.08.2025 - 17:47 Uhr
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Echte Polizisten oder Betrüger? So erkennen Sie den Unterschied

Wird man in Bus oder Bahn kontrolliert, dann ist das meist die Bundespolizei. Doch wie kann man sicher sein, dass es sich um echte Beamte handelt? Welche Merkmale die Dienstausweise haben und wie man sich bei Zweifeln verhalten sollte.

Häufig ist es die Bundespolizei, die in Bus, Bahn oder auf der Autobahn Kontrollen durchführt. Sie gibt Tipps, wie man sich verhalten sollte, wenn man glaubt, es mit Betrügern in Uniform zu tun zu haben. Symbolbild: Daniel Karmann/dpa
Häufig ist es die Bundespolizei, die in Bus, Bahn oder auf der Autobahn Kontrollen durchführt. Sie gibt Tipps, wie man sich verhalten sollte, wenn man glaubt, es mit Betrügern in Uniform zu tun zu haben.

Es gibt sie immer wieder, die Meldungen über Betrüger, die sich als Polizisten ausgeben und dann ahnungslose Menschen übers Ohr hauen. Gerade diese Masche ist manchmal schwer zu durchschauen. Immerhin weiß man, dass man sich auf die echte Polizei verlassen kann. Gleichzeitig können Betrüger in Uniform – oder wenn sie mit einem vermeintlichen Dienstausweis herumwedeln – einschüchternd wirken. Nachdem der Amberger Polizei jetzt gemeldet wurde, dass ein Lkw-Fahrer bei Ebermannsdorf angeblich zwei Betrügern auf den Leim gegangen ist, die sich als Zivilfahnder ausgegeben haben, hat Oberpfalz-Medien mit der Polizei darüber gesprochen, wie man einen echten Polizei-Ausweis erkennt.

Die Ausweise der Bayerischen Polizei

Die Amberger Polizei hat im Zusammenhang mit diesem Vorfall bereits auf die Homepage der Bayerischen Polizei verwiesen, auf der es eine Übersicht über die Dienstausweise der Beamten gibt. Dort heißt es, dass die Polizeiausweise seit 2021 aus blauem Kunststoff und im Scheckkartenformat sind. Die früheren grünen Polizeidienstausweise aus Papier sind seitdem nicht mehr gültig. Polizeianwärter im ersten Ausbildungs- beziehungsweise Studienjahr haben einen "Beschäftigtenausweis". Dieser ist etwas heller gestaltet als der Polizeidienstausweis. Letzterer hat laut der Bayerischen Polizei nicht nur das bayerische Rautenmuster als Erkennungsmerkmal, sondern insgesamt über 20 Sicherheitsmerkmale. Dazu gehören zum Beispiel ein Kippbild des Beschäftigtenfotos, ein Hologramm auf der Vorderseite und eine spürbare Erhebung auf der linken unteren Seite. Hinten steht das Wort „Polizei“ in Blindenschrift.

Die Ausweise der Bundespolizei

Nun hat sich ein pensionierter Bundespolizeibeamter bei der Redaktion gemeldet und zurecht darauf hingewiesen, dass Bundespolizisten einen anderen Ausweis bei sich haben. Gerade in Bus und Bahn oder auf der Autobahn sind es häufig diese Beamten, die Kontrollen durchführen. Auch diese Institution hat eine Website, die genau erklärt, wie der Ausweis solcher Beamten aussieht und woran man erkennen kann, ob es sich um einen echten oder um eine Fälschung handelt.

Bei der Bundespolizei gibt es elektronische Dienstausweise im Scheckkartenformat aus Kunststoff in Beige-, Rot- und Blautönen. Links ist das Bild des Beamten, daneben stehen von oben nach unten "Bundespolizei", "Polizei", "Dienstausweis", "Gültig bis", sowie Name und Vorname des Beamten. Auf der Vorderseite ist zusätzlich noch ein optisch-variables Element eingebracht, in dem verschiedene Motive (unter anderem der Bundesadler und Sterne) sichtbar werden. Auf der Rückseite befindet sich ein Laserkippbild. Je nach Lichteinfall wird die Unterschrift des Ausweisinhabers oder der Schriftzug "BPOL" sichtbar.

Tipps der Bundespolizei

Den Ausweis kennen, ist das eine. Das andere ist: Müssen Bundespolizisten eigentlich ihren Ausweis zeigen? Dazu erklärt die Bundespolizei: "Führen Bundespolizisten Amtshandlungen Ihnen gegenüber durch, können Sie grundsätzlich die Nennung von Name, Amtsbezeichnung und Dienststelle verlangen. Auf ausdrückliches Verlangen sind die Beamten verpflichtet, Ihnen ihren Dienstausweis vorzuzeigen. Polizeibeamte in Zivil weisen sich stets mit ihrem Dienstausweis aus." Das gelte allerdings nur, solange die Beamten nicht bei ihrer Arbeit behindert oder gar gefährdet werden. Wer schlicht provozieren möchte, hat also schlechte Karten. Dennoch gilt: "Die Nennung der Dienststelle und der Ausweisnummer sind immer verpflichtend."

Was aber, wenn man skeptisch ist, ob man es mit echten Bundespolizisten zu tun hat? Dann empfiehlt die Bundespolizei, sich so zu verhalten: Entweder man wendet sich an die nächste Bundespolizeidienststelle. Nur dürften viele Menschen unterwegs gar nicht wissen, wo die ist. Dann gibt es auch die Möglichkeit, die Hotline der Bundespolizei unter der Nummer 0800 6 888 000 zu kontaktieren – vorausgesetzt, man hat diese im Kopf oder im Telefon. Deshalb ist es bei begründeten Zweifeln auch möglich, die 110 zu wählen.

Sollten Bürger das Gefühl haben, dass es sich um Betrüger handelt, die zu Hause vor der Tür auftauchen, gibt die Bundespolizei die Empfehlung aus, die Personen während des Kontroll-Telefonats vor der abgesperrten Tür warten zu lassen, ihnen also keinesfalls Zugang zum Haus zu gewähren. Und draußen gilt: "Auf der Straße oder im Gelände suchen Sie sich Unterstützung in nahegelegenen Geschäften oder sprechen Sie andere Personen an, wenn Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Polizisten haben", erklärt die Bundespolizei.

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Amberg11.08.2025
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