Ihre Blüte erlebte Theresa Mutzbauer hinter der Ladentheke ihres Geschäfts und in einer Zeit, als in der Bahnhofstraße noch der Kaufhof und das Kaufhaus Storg florierten. Da stand sie und bediente mit einer Engelsgeduld die unschlüssigen Kunden. Viele drängten sich im engen Verkaufsraum, gruschten zwischen Buntstiften, Grußkarten und Souvenirs. Von Kindesbeinen an war die "Eibl-Resi" dem Laden verbunden. "Mit 13 Jahren habe ich nach der Schule zum ersten Mal meiner Mutter geholfen, die selbst mit 85 Jahren noch gearbeitet hat", blickte Theresa Mutzbauer einst auf ihre Kindheit zurück. 2010 musste sie das Geschäft aufgeben, nachdem der Mietvertrag gekündigt worden war. 83 Jahre war sie damals alt und sagte: "Ich hoffe, dass wir die Freizeit, die wir haben werden, in unserem Alter noch genießen können." Acht Jahre waren ihr noch vergönnt, ihrem Ehemann Alfred nicht. Im Oktober 2013 durfte sie mit ihm noch Eiserne Hochzeit (65 Jahre) feiern, wenige Wochen später starb er. Jetzt ist sie ihm nachgefolgt. Das Requiem findet am Donnerstag, 25. Juli, um 14 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche statt. Anschließend ist auf dem Friedhof nebenan die Urnenbeisetzung.
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