22.04.2020 - 14:00 Uhr
AmbergOberpfalz

Ehemaliger Veterinärdirektor Günther Baumer feiert 75. Geburtstag

Dr. Günther Baumer, ehemaliger Veterinärdirektor und Leiter des Amberger Schlachthofs, wird 75 Jahre alt. Er ist immer noch ein passionierter Jäger.

Dr. Günther Baumer mit seinem Jagdhund „Socke“.
von Gerd SpiesProfil

Es könnte sein, dass der Jubilar an seinem Ehrentag zu Hause nicht anzutreffen ist. Dann ist er wieder mit "Socke" unterwegs, seiner treuen vierbeinigen Begleiterin. Dr. Günther Baumer, der ehemalige Veterinärdirektor und Leiter des Amberger Schlachthofs, wird am 23. April 75 Jahre alt. Seine Jagdleidenschaft ist ihm bis heute geblieben.

Zehn Jahre ist jetzt her, seit Günther Baumer in Pension gegangen ist. Bis 2010 war er als Veterinärdirektor für die Viehbestände und die daraus produzierten Lebensmittel in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach zuständig, war auch der Leiter des Amberger Schlachthofs. In seiner Freizeit engagierte er sich für das Jagdwesen, war lange Zeit Landes-Vizepräsident der Jäger. Das Jagdrevier am Amberger Mariahilfberg hat er inzwischen gegen das kleinere Revier Urspring bei Gebenbach getauscht. Des Öfteren ist er aber auch auf Jägersitzen rund um Grafenwöhr zu sehen. "Wegen der vielen seltenen Tierarten dort", sagt er.

Schon seit seiner Kindheit lag dem im Nachkriegs-Amberg in einfachen Verhältnissen aufgewachsenen Jungen das Wohl der Tiere am Herzen. Mit zehn Jahren trat er dem Tierschutzverein bei, studierte nach dem Abitur an der damaligen Oberrealschule, heute Gregor-Mendel-Gymnasium, in München Tiermedizin. In dieser Zeit reifte auch seine Liebe zur Jagd. "Ich habe mein Hobby im Beruf gefunden", erklärt der heute 75-Jährige.

1976 ließ sich Baumer in Amberg als Amtstierarzt nieder. Insgesamt 30 Jahre lang leitete er als Veterinärdirektor den Amberger Schlachthof. Hier sah er sich immer wieder mit großen Herausforderungen konfrontiert. "Die größte war, den Schlachthof EU-gerecht umzubauen", erinnert sich Baumer. Nach seiner Pensionierung 2010 ging es schließlich bergab mit dieser Einrichtung. Die Jura-Fleisch GmbH zog sich Ende 2016 endgültig nach Neumarkt zurück, der letzte Schlachthof in der Region schloss seine Pforten. "Der Rückzug läuft dem Ziel zuwider, den Verbrauchern regionale Produkte anzubieten", beklagt Baumer die jetzige Situation. Deshalb zollt er allen Metzgern in der Region, die immer noch selbst schlachten, höchste Anerkennung.

Die große Leidenschaft des Vaters zweier erwachsener Töchter ist nach wie vor die Jagd. Hier engagiert er sich auch ehrenamtlich. Seit 1986 gehört er der Jäger-Kreisgruppe Amberg an, fast ein Vierteljahrhundert, 24 Jahre lang, stand er als Vorsitzender der BJV-Regierungsbezirksgruppe Oberpfalz vor. 15 Jahre arbeitete er als Vizepräsident im Landesjagdverband Bayern. Erst 2018 übergab er die Ämter Jüngeren. Seitdem ist er Ehrenvorsitzender in der Bezirksgruppe des BJV.

Doch auch heute noch steht der ehemalige Veterinärdirektor dem Jagdverband als Fachmann zur Verfügung. Aktuell wird sein Rat bei der Gefahr der Afrikanischen Schweinepest gebraucht. "Sie ist bereits an der polnischen Grenze angekommen", erzählt er. Wieder einmal sind seine berufliche Erfahrung und seine Kontakte zum Ministerium gefragt. Langweilig wird dem Ruheständler also nicht. Mit Schwimmen, Wandern und Radfahren will er sich außerdem fit halten. Und da ist ja auch noch "Socke", die mit ihm auf die Jagd will.

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