(san) Die ehemalige Möhlkaserne hat es Georg Wachter (Jahrgang 1933) besonders angetan. Als er ins D-Programm zog, waren die Amerikaner bereits aus Amberg abgezogen, der Abriss des ehemaligen Militärareals hatte begonnen. Und da der Amberger nach eigenen Angaben schon immer gerne fotografiert hat, dokumentierte er auch die Abbrucharbeiten auf dem weitläufigen Gelände. Fein säuberlich hat er seine Fotos in ein Album eingeklebt.
Die Bilderschau beginnt mit Fotos aus jener Zeit, als dort das Infanterieregiment 41 beheimatet war. Diese Aufnahmen bekam er übrigens von einem Bekannten. Georg Wachter blättert durch sein Album. Obwohl das Gelände damals umzäunt war, gelang es ihm, auf das Areal zu kommen. "Den Abrissfirmen war das egal", sagte er. Als ein Haus abgebrochen wurde, in dem die Kommandeure der Möhlkaserne lebten, fragte Wachter, ob er die Hausnummer bekommen könnte. Er bekam sie. Und so ist er heute stolzer Besitzer des Taferls "Kennedystraße 3". Einst gehörte dem Amberger auch ein Bierkrug des in der Möhlkaserne stationierten 2. Kavallerie-Regiments. "Den habe ich inzwischen an einen Sammler weitergegeben", sagt Wachter. Seiner Erinnerung nach gab es diese Krüge anlässlich des 50. Jubiläums der Kaserne im Jahre 1985. "Sie wurden damals verkauft", weiß Wachter.
Wachter erinnert sich an so vieles. Zum Beispiel an den alten Flugplatz der Amerikaner in der Köferinger Heide. Oder an die Housing Area. Dort tobten sich kurz vor dem Abbruch die Jugendlichen aus, indem sie die Fensterscheiben einschlugen oder die ausgedienten Gemäuer mit Graffiti besprühten. Wachter hat auch den Neubeginn dokumentiert - die Errichtung der ersten Häuser im neu entstandenen Wohngebiet. Auch das ist jetzt schon Jahre her.

















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