Die Kreisvorsitzende des Bunds Naturschutz Amberg-Sulzbach, Beate May, dankte der Sparkasse Amberg-Sulzbach dafür, dass das Energiespardorf nach mehreren Jahren in Ensdorf nun mitten in Amberg einen Platz gefunden hat, eben im Gebäude der Sparkasse an der Marienstraße. Nunmehr sei dieses Lernmodell, das an Aktualität sogar noch gewonnen habe, leichter für die vielen Jugendlichen in Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien der Schulstadt Amberg zu erreichen.
Einen ausdrücklichen Dank an Oberpfalz-Medien fügte May an, denn über den Bericht von der Suche nach einem günstiger gelegenen Standort für das Energiespardorf in der Stadt Amberg wurde die Sparkasse Amberg-Sulzbach auf das Thema aufmerksam. Katrin Hirsch, Leiterin des Vorstandsstabs, erinnert sich: „Dieser Artikel hat uns tatsächlich zusammengeführt.“
Anschauliche Darstellung überzeugt
Das Energiespardorf ist ein interaktives Modell einer durchschnittlichen Gemeinde von rund 10.000 Einwohnern mit Wohnhäusern, Kleingewerbe und Landwirtschaft. Auf der Projektionswand an der Stirnseite des Raums sind die aktuellen Werte für Stromverbrauch oder CO₂-Ausstoß abzulesen und durch einfache Änderungen wie die Hinzuschaltung zweier Windkraftanlagen, von Photovoltaik auf den Dächern oder einer Biogasanlage können die Jugendlichen an der Anzeige gleich erkennen, wie sich dies auf die Werte auswirkt. Auch der Verbrauch verschiedener Hausgeräte wird so veranschaulicht. Und schließlich kann man erleben, wie anstrengend Stromerzeugung sein kann, nämlich wenn man auf das Fahrrad steigt, um durch Tritte in die Pedale eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen.
Zwei der Referenten vom Bund Naturschutz erklärten, wie sie mit dem Energiespardorf arbeiten. Lorenz Hirsch legte dabei den Schwerpunkt auf das große Gesamtbild, das hinter dieser Aufklärungsarbeit steht: beispielsweise zu erläutern, wie sich Photovoltaik und Windkraft gegenseitig ergänzen, und welche Bedeutung der Entwicklung smarter Speichermöglichkeiten zukommt. Franz Elsner betonte, dass das entdeckende Lernen bei den drei- bis vierstündigen Workshops eine wichtige Rolle spiele. Großen Anklang finde auch immer das Rollenspiel, das zum Programm gehört. Dabei übernehmen die Jugendlichen auf freiwilliger Basis anhand von Rollenkarten die Position einer der Interessengruppen, wie Stromerzeuger, Energieanbieter oder Landwirte und Gemeinderäte. So werde auf spielerische Weise das Verständnis für das Thema entwickelt und auch das Finden von Kompromissen eingeübt.
Weitere Referenten gesucht
Beate May erwähnte abschließend, dass der Bund Naturschutz sehr dankbar wäre für weitere Freiwillige, die sich als ehrenamtliche Referenten für das Energiespardorf zur Verfügung stellen könnten. Interessierte sind eingeladen, sich zu melden, entweder persönlich oder per E-Mail (amberg-sulzbach[at]bund-naturschutz[dot]de). Lehrkräfte, die an einem Workshop für ihre Schulklasse interessiert sind, können sich ebenfalls über diese E-Mail-Adresse anmelden.


















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.