05.09.2018 - 15:59 Uhr
AmbergOberpfalz

Enten-Rennen im Mini-Format

Einmal im Jahr stehen Mitglieder von Round Table 69 (RT) ihren Mann - neben Entenrennen und Hexennacht - zur Ausrichtung des Pflegekindertreffens. Sie organisieren Spiele und veranstalten als Höhepunkt ein Mini-Entenrennen im LGS-Gelände.

Round Table (RT) Amberg unterstützt den SkF nicht nur persönlichen Einsatz beim Pflegekinderfest sondern auch Spenden. Heuer stellte der Serviceclub 3.000 Euro zur Verfügung. Von links Organisator Andreas Wabro von RT 69, Jugendamtsleiter Thomas Boss, SkF-Vorsitzende Marianne Gutwein, RT-Pastpräsident Michael Golinski und Bürgermeisterin Brigitte Netta

(usc) SkF-Vorsitzende Marianne Gutwein bedankte sich eingangs im Beisein von Bürgermeisterin Brigitte Netta und Jugendamtsleiter Thomas Boss bei den Tablern für die langjährige Unterstützung des SkF, speziell auch beim Pflegekinderfest. RT Amberg war heuer zum 13. Mal als Partner dabei. "Das Fest ist ein Dankeschön für die aufopferungsvolle Arbeit, die Sie für die Kinder leisten", stellte Gutwein an die Adresse der Pflegeeltern fest. "Wir zeigen ihnen hiermit unsere Wertschätzung und Anerkennung für ihre gesellschaftliche Leistung", sagte sie und betonte: "Sie ermöglichen es Kindern, in einer intakten Familie aufzuwachsen und geben ihnen Liebe, Geborgenheit und Sicherheit."

Bürgermeisterin Brigitte Netta dankte dem SkF dafür, dass er für die Stadt mit dem Pflegekinderprogramm eine wichtige Aufgabe übernommen habe. Ehe das große Kuchen- und Tortenbüfett "zur Plünderung" freigegeben wurde, überreichte Michael Golinski, der Vorjahrespräsident von Round Table , einen Scheck in Höhe von 3000 Euro an die SkF-Vertreterinnen. Die Spende war möglich durch den großen Zuspruch, den auch heuer das Entenrennen gefunden hatte.

Im Kleinformat gab es beim Pflegekinderfest das Rennen wie in den Vorjahren. Die 14 Kinder verfolgten nach dem Start durch Brigitte Netta ihre bunten Geschöpfe auf dem kleinen Bach bis zum Wasserrad im LGS-Gelände. Gewinner und Verlierer gab es nicht, da die Tabler für alle Preise mitgebracht hatten. Dazu spielte das Wetter einigermaßen mit, so dass sich die 22 Pflegeeltern mit ihren Schützlingen auch die Leckereien vom RT-Grill im Freien schmecken lassen konnten.

Der SkF betreut derzeit im Auftrag des Stadtjugendamts 20 Dauerpflegefamilien mit 33 Pflegekindern im Alter von 0 bis 20 Jahren. Ferner stehen weitere 17 Bereitschaftspflegefamilien für kurze Unterbringungen zur Verfügung. In den wenigsten Fällen besteht gar kein Kontakt oder nur zu einem Eltern-/Großelternteil. Die meisten Pflegeeltern haben Kontakt zur Herkunftsfamilie. In manchen Fällen gibt es hierfür eine professionelle Umgangsbegleitung.

Hintergrund:

Manchmal akute Krisensituationen

Der Pflegekinderdienst arbeitet eng mit dem Stadtjugendamt zusammen. Die Fachkräfte des Allgemeinen Sozialdienstes beraten und betreuen Familien mit schwierigen Hintergründen.

Oft werden im Vorfeld Hilfen innerhalb der Familie angeboten. Sollte selbst dadurch eine Gefährdung des Kindeswohls nicht ausgeschlossen werden können, ist eine Fremdunterbringung der Kinder zu erwirken. Manchmal sind es auch akute Krisensituationen, die eine Herausnahme der Kinder aus der Herkunftsfamilie erfordern.

Dann wird der Pflegekinderdienst hinzugezogen, der im Vorfeld geeignete Elternpaare überprüft und schult. Pflegeeltern müssen ein umfangreiches Eignungsverfahren durchlaufen, bevor sie in dieser Rolle tätig sein können. Sie werden ausgiebig auf ihre Aufgabe vorbereitet. Der Pflegekinderdienst übernimmt Anfragen und Vermittlungen. Er steht auch nach der Belegung als Ansprechpartner für Pflegeeltern und Herkunftsfamilie zur Verfügung.

Es gibt auch Elternteile, die freiwillig ihre Kinder in Pflege geben. Oder Fälle in denen eine gerichtliche Anordnung über diese Entscheidung verfügt hat. Hier ist stets das Jugendamt "Veranlasser" und kontaktiert den Pflegekinderdienst, wenn eine Fremdunterbringung von Kindern notwendig ist.

Umstände für eine Fremdunterbringung können sein: Verwahrlosung oder Vernachlässigung der Kinder, fehlende Erziehungskompetenz, Gewalt und Krisen innerhalb der Familie, vermüllter Haushalt, gesundheitsgefährdende Zustände und Überforderung. In Betracht kommen zudem auch noch psychische Erkrankung oder Suchterkrankung der Eltern, Therapie-, Klinik- oder Gefängnisaufenthalt, freiwillige Abgabe aufgrund von Überforderung oder ungewollter Schwangerschaft. (usc)

Große Aufregung herrschte beim Mini-Entenrennen, bei dem Bürgermeisterin Brigitte Netta Starterin war.

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