03.11.2019 - 11:43 Uhr
AmbergOberpfalz

Erasmus-Day am Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium

"Kreativität und digitale Kompetenzen: Voraussetzungen für die Arbeitswelt 4.0" - unter diesem Titel bietet das Decker-Gymnasium ein Erasmus-Plus-Projekt an, das von Éva Mátyásné Nagy in Budapest koordiniert wird.

Treffen in Amberg am Erasmus-Day.
von Externer BeitragProfil

Weitere Projektpartner sind in Northampton (Partnerschule Northampton High School), in Porto und in Riga.

An einem der drei Erasmus-Days2019, die europaweit gefeiert werden, informierten die beteiligten Schülerinnen und Lehrkräfte über die bisherigen Projekttreffen und die Aktivitäten dazwischen. Eltern, Mitschülerinnen und Lehrkräfte waren eingeladen, sich durch die berichteten Erfahrungen und Eindrücke der Projektgruppe ein Bild von diesem Projekt zu machen. Bürgermeister Martin Preuß bekundete durch seinen Besuch das Interesse der Stadt Amberg am europäischen Austausch.

Gelebte europäische Partnerschaft und Freundschaft gehören mit zu den beglückenden Aspekten des Projekts, und was die Schülerinnen ganz handfest für die eigene Zukunftsplanung gebrauchen können, sind die Informationen, die sie von jungen Unternehmerinnen und Unternehmern, von Startups, von kleinen, mittleren und weltweit agierenden Firmen bekommen: Wie bereite ich mich auf die Arbeitswelt vor? Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sind gefragt - und was davon bringe ich bereits mit? Wie kann ich mich weiterentwickeln, um später in einem Beruf zu arbeiten, der mir Spaß macht?

Hier wurden die Gespräche mit Startup-Unternehmern an der Schule in Budapest erwähnt, und das Interview mit einem Mitarbeiter der Firma Prezi (Hersteller einer Software, die vom Konzept her andere Möglichkeiten für Präsentationen bietet als das berühmtere Programm Powerpoint) bot Einblick in die Bedingungen einer weltbekannten Firma.

Ein weiterer Baustein auf dem Gebiet der Einstellung auf die Berufswelt waren die Workshops am Staatlichen Deutschen Gymnasium in Riga: Da gab es Interessantes von den Rollenspielen zum Bewerbungsgespräch zu erzählen, und gute Tipps für das Verfassen einer Bewerbung hatten die Schülerinnen ebenfalls bekommen.

Bereits in Amberg hatte zu diesem Thema Oberstudienrätin Daniela Pröls einen Workshop angeboten, so dass auch die Mitglieder des Projekt-Teams Tipps erhielten, die nicht mit nach Riga fahren konnten.

Auch für die Lehrkräfte gab es Neues zu lernen - und Bewährtes zu stärken und eventuell neu auszurichten. Was können die Schulen den jungen Menschen mitgeben, um sie möglichst umfassend vorzubereiten auf die Zeit nach der Schulzeit? Wie können digitale Arbeitsmittel eingesetzt werden, um die angestrebten Ziele zu erreichen, und wo ist es sinnvoll, das Digitale beiseite zu lassen?

Hier berichtete Studiendirektor Peter Ringeisen von dem Projekttreffen in Amberg, das als Lehrerfortbildung abgehalten wurde. Dabei ging es um die Wechselwirkungen zwischen Digitalisierung und schulischem Unterricht, und wie die Schule die neuen Bedingungen der Digitalität sinnvoll für das Lernen der Schülerinnen nutzen kann.

Studienrat Hendrik Rosenboem gab einen Überblick über die zweite Lehrerfortbildung, das Projekttreffen in Porto. An dieser Schule, Paolo VI., ging es vorwiegend um die Möglichkeiten des Feedback: Wie kann man sinnvoll die Arbeit von Schülerinnen und Schülern kommentieren, um den Lernprozess positiv zu beeinflussen? Auch Fragen der Bewertung von Kompetenzen wurden thematisiert, vor allem in Bezug auf Teamarbeit und Erstellung digitaler Produkte.

Die Schülerinnen stellten ein Produkt vor, das sie sich als Idee für ein StartUp-Unternehmen ausgedacht hatten: "eco-home", ein umweltfreundliches Haus, das seine Energie zum Teil selbst erzeugt und auch sonst die Natur nicht belastet.

Das Projekt-Team der Schülerinnen aus Jahrgangsstufe 10 und 11 und die Projekt-Lehrkräfte bedankten sich bei der Europäischen Kommission für die Möglichkeiten, die die Finanzierung des Erasmus-Plus-Programms ihnen und ihren europäischen Partnern bietet.

Als kleine Erinnerung an die EU konnten die Besucherinnen und Besucher praktische Dinge für den Schulalltag mit nach Hause nehmen: Lineale, Bleistifte, Radiergummis, Kugelschreiber und Turnbeutel mit dem EU-Logo hatte der Pädagogische Austauschdienst spendiert, der das Erasmus-Plus-Programm in Deutschland koordiniert.

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