09.08.2020 - 18:17 Uhr
AmbergOberpfalz

Erinnern für die Zukunft

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Muss sich eine Stadt wie Amberg immer wieder an den Tod von Klaus-Peter Beer erinnern lassen? Ja, sagt AZ-Redakteur Markus Müller. Was man verdrängt, holt einen sonst immer wieder ein.

Stefan Dietl ist Sprecher des "Bündnisses gegen das Vergessen". Es propagiert einen Ort des Gedenkens an Klaus-Peter Beer in Amberg.
von Markus Müller Kontakt Profil
Kommentar

Es gibt Sachen, die muss man vergessen, um vernünftig weiterleben zu können. Und es gibt Dinge, die man niemals vergessen darf, wenn man als Gesellschaft nicht wieder so abstürzen will, wie es Deutschland in den Jahren 1933 bis 1945 getan hat. Der Mord an Klaus-Peter Beer gehört zur zweiten Kategorie.

Es ist für eine auf ihre Geschichte stolze Stadt wie Amberg nicht angenehm, immer wieder an diesen dunklen Fleck der eigenen Historie erinnert zu werden, aber sie muss das aushalten – um der eigenen Zukunft willen. Eine Gedenktafel allein kann Verbrechen aus menschenverachtender Gesinnung sicher nicht verhindern, aber sie kann ihren Beitrag leisten, dass eine solche Einstellung in dieser Stadt niemals mehr eine Chance hat.

Zum Artikel über die Aktionen zum 25. Todestag von Klaus-Peter Beer

Amberg
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