Amberg
20.09.2019 - 12:59 Uhr

Familienstützpunkt berät zum Thema Mobbing

155 Familienstützpunkte gibt es in Bayern. In Amberg feierte am Freitag einer davon sein einjähriges Bestehen - im Anschluss gab es einen Tag der offenen Tür im Kinderschutzbund im Mühlhof 3.

Yvonne Straller-Höhlein (rechts) gibt in den Räumen des Kinderschutzbundes einen Einblick in das Angebot des Familienstützpunktes. Am Freitag wurde Einjähriges gefeiert. Es schloss sich ein Tag der offenen Tür im Mühlhof 3 an. Bild: Stephan Huber
Yvonne Straller-Höhlein (rechts) gibt in den Räumen des Kinderschutzbundes einen Einblick in das Angebot des Familienstützpunktes. Am Freitag wurde Einjähriges gefeiert. Es schloss sich ein Tag der offenen Tür im Mühlhof 3 an.

Familienstützpunkte sollen "Wegweiser, Kontaktmöglichkeit und Anlaufstelle" für Eltern sein, sagte Robert Höcherl, Abteilungsleiter aller Familienstützpunkte beim Ministerium. Mittlerweile konnte das Angebot in 60 Prozent aller bayerischen Landkreise eingerichtet werden. "Unser Ziel sind 100 Prozent." Die Familienförderung sei der bayerischen Staatsregierung ein großes Anliegen. "Seit 2006 haben wir die Krippenplätze verfünffacht", sagte Höcherl. Für den Amberger Familienstützpunkt gab Yvonne Straller-Höhlein eine kleine Bilanz. Spezialisiert auf das Thema Mobbing, machte Straller-Höhlein deutlich, dass der Aufklärungsbedarf diesbezüglich "sehr hoch" sei.

Beim Familienstützpunkt gebe es deshalb eine Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, die direkt oder indirekt mit Mobbing betroffen sind. Sie bekommen kostenlos Rat und können Leistungen vertraulich in Anspruch nehmen. "Mobbing gab es schon immer, man hatte nur lange kein Wort dafür", sagte Yvonne Straller-Höhlein. Geändert hätten sich allerdings die Möglichkeiten der Täter. In den sozialen Medien erreichen Diskriminierungen oft ungeahnte Ausmaße. Mittlerweile können die Leute auch nicht mehr in ihren eigenen vier Wänden oder nach einem Schulwechsel Energie tanken. Weiterer Schwerpunkt beim Familienstützpunkt im Kinderschutzbund sei ein Workshop zur Pubertät, um Kindern die Geschehnisse im Körper zu erklären. OB Michael Cerny bezeichnete den Familienstützpunkt als sinnvolle Ergänzung in einem in Amberg seit Jahrzehnten bestehenden Netzwerk zwischen Kinderschutzbund, Elternschule und Sozialdienst katholischer Frauen. Es sei eine ideale Anlaufstelle für Menschen, die einen Weg aus einer scheinbar ausweglosen Situation suchen. Wo der Familienstützpunkt selbst keinen Rat geben kann, werden Hilfen vermittelt. Die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Brigitte Breitfelder, betonte, dass Verein und Familienstützpunkt eine "gute Symbiose" eingegangen sind. Gefördert wird die Stelle durch die Stadt Amberg und das Familienministerium.

Info:

Hilfe bei Mobbing

Beim Familienstützpunkt in den Räumen des Kinderschutzbundes (Mühlhof 3 in Amberg) gibt es jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung Hilfe bei Mobbing. Anmeldung unter 2 11 11 oder info[at]kinderschutzbund-amberg[dot]de.

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