Amberg
16.06.2023 - 09:19 Uhr
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Felix Gleixner sucht den Superfreund und findet ihn beim Altstadtfest am Marktplatz

Es ist die Geschichte von zwei Freunden, die gern Musik machen. Zuerst ist der eine bekannter, dann der andere plötzlich berühmt. Für Jonas Falkenstein und Felix Gleixner ist das kein Problem. Das beweisen sie am Sonntag beim Altstadtfest.

Auf den ersten Blick ist es nicht mehr als ein verwackeltes Polaroid-Bild. Für Jonas Falkenstein ist es aber viel, viel mehr. Es ist der Beweis für eine enge Freundschaft, die nun schon zehn Jahre auf dem Buckel hat. Es zeigt den 31-Jährigen mit Felix Gleixner (27), mit dem er bereits Musik gemacht hat, als dessen Erfolg bei „Deutschland sucht den Superstar“ noch lange nicht in Sicht war. Am Altstadtfest-Sonntag (18. Juni) treten die beiden zum ersten Mal gemeinsam unter freiem Himmel vor großem Publikum auf.

„Ich habe das Video im vergangenen September auf Youtube hochgeladen“, erzählt Jonas Falkenstein und meint damit den Musik-Clip zum Song „Wieder da“, den er mit Felix Gleixner und einigen gemeinsamen Freunden in der Amberger Altstadt hat aufnehmen und produzieren lassen: „Es geht darum, nach Corona wieder rauszugehen, Freunde zu treffen, wieder da zu sein.“ Das Kuriose: Wegen seiner Bands Jo and the Dudes (2012 bis 2020) beziehungsweise Clubminister (seit 2022) war Jonas Falkenstein damals in der Szene bereits ein bekanntes Gesicht, Felix Gleixner dagegen nicht: „Auf der Straße hätten einige Leute mit meinem Namen wahrscheinlich mehr anfangen können als mit seinem“, sagt Falkenstein und rudert mit einem Lächeln im Gesicht gleich wieder etwas zurück: „Nein, Felix war Insidern damals schon ein Begriff, aber eben noch keinem größeren Publikum.“ Zwar hatte Gleixner bereits mehrere Auftritte an der Seite von Thomas Donhauser, Stefan Kargl (der Gonzo von Jack’s Heros) und Diana Laden hinter sich, aber im Titel zum Video „Wieder da“ wird der Name Jonas in Großbuchstaben geschrieben, Felix nicht. Das kommt nicht von ungefähr, denn Falkenstein war an Gleixners ersten öffentlichen musikalischen Schritten maßgeblich beteiligt, war eine Art Mentor oder zumindest Unterstützer.

"Ich kenn' den Felix seit zehn Jahren", blickt Jonas Falkenstein, der damals wie Gleixner in Traßlberg wohnte, auf die gemeinsamen Anfänge zurück. Über eine gemeinsame Freundin lernten sich die beiden bei der Traßlberger Kirwa kennen: "Wir haben uns auf Anhieb voll gut verstanden und sind in Kontakt geblieben." Die Freundschaft hatte ihr Fundament, Falkenstein und Gleixner bauten darauf gemeinsame Projekte auf.

Als Felix Gleixner seinen ersten eigenen Song mit dem Titel "Nein Nein" geschrieben hatte, fragte er Jonas Falkenstein nicht nur nach dessen Meinung, sondern bat auch um Hilfe: "Felix war sehr motiviert und sehr bestrebt. Er hat viel Gas gegeben. Und er hat halt auch eine Hammerstimme." Also sagte Falkenstein zu "Nein Nein" laut und deutlich Ja: "Komm' zu mir, wir spielen das ein." Da er damals im Gegensatz zu seinem vier Jahre jüngeren Freund auf ein Tonstudio zurückgreifen konnte, wurde Jonas zu Felix' erstem Produzenten.

Als die Zeit für den Song "Wieder da" langsam reif war, wollten die beiden natürlich wieder gemeinsame Sache machen, aber: "Dann lag das Stück erstmal ein Jahr lang rum. Wie es halt oft so ist, du hast viele Ideen, aber es bleibt auch viel liegen. Aber das wollten wir unbedingt fertig machen, weil wir wussten, dass es cool wird." Mit zunächst überschaubarem Erfolg. Der Clip wurde knapp 1000 Mal geklickt. Felix Gleixner liebäugelte zu dieser Zeit bereits mit einer Bewerbung bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS). Sein Freund bestärkte ihn: "Mach' das. Du brauchst eine Plattform. Du musst mal aus Amberg raus", erinnert sich Jonas Falkenstein und blickt auf das Hier und Jetzt: "Er hat einen super Bekanntheitsgrad erreicht. Ich gönne ihm das von Herzen, weil er einfach ein super Typ ist." Mit dieser Meinung ist Jonas Falkenstein nicht allein. Das gemeinsame "Wieder da"-Video wurde mittlerweile fast 12.000 Mal geklickt.

Für die Freunde ist das die Motivation, nun den nächsten Schritt zu gehen. Zwar sind sie bereits bei Hochzeiten und Firmenfeiern zusammen aufgetreten und haben im April ein Konzert im Casino-Saal über die Bühne gebracht, aber etwas fehlt da noch – ein gemeinsamer Auftritt vor großem Publikum unter freien Himmel. Das holen Falkenstein und Gleixner am Sonntag, 18. Juni, nach: Jonas steht mit den Clubministern ab 19 Uhr am Marktplatz auf der Bühne, Felix ab 18.30 Uhr am Roßmarkt. Da wird ein gemeinsamer Auftritt schwierig, aber die Jungs haben eine Lösung, wie Jonas Falkenstein verrät: "Wir spielen am Marktplatz. Felix kommt dann für einen Gastauftritt dazu." Das Angebot, sich ebenfalls zur Freundschaft zu äußern, schlägt Felix Gleixner aus. Aus einem ganz bestimmten Grund: „Ne, ne. Das soll der Jonas machen. Ich vertraue ihm da voll.“

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