27.12.2019 - 11:43 Uhr
AmbergOberpfalz

Feuersbrunst und tödliche Unfälle

2019 ist ein arbeitsreiches Jahr für die Rettungskräfte in Amberg und Umgebung. Mehrere Großbrände halten die Feuerwehr auf Trab. Ein schrecklicher Unfall ereignet sich Ende Mai in Hahnbach.

Bauernhof-Brand im Mai in Gronatshof (Gemeinde Birgland)Von oben bekämpften die Feuerwehrleute die Flammen.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Ein lauter Knall schreckt die Menschen in Hahnbach in einer Maiennacht auf. Helle Flammen lodern am Oberen Tor in den Nachthimmel. Anwohner denken zuerst an eine Explosion, bis klar wird, dass ein Auto mit großer Wucht gegen eine Seitenwand des Oberen Tors gekracht ist und Feuer gefangen hat. Der Mann am Steuer, ein 27-jähriger US-Soldat, kann nicht mehr gerettet werden. Er verbrennt.

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Hilfe für die Ersthelfer

Später brauchen die Helfer selbst Hilfe. Ein Notfallseelsorger kümmert sich um die Feuerwehrleute, die im Einsatz waren. Bei dem Unfall wird das Obere Tor schwerer beschädigt, als vermutet. Die Sanierungsarbeiten am Gebäude ziehen sich bis in den Herbst. Oft müssen die Feuerwehren im Sommer zu Wiesen- und Feldbränden ausrücken. Einen besonders großen Einsatz bewältigen die Löschmannschaften im Oktober in Einsricht bei Illschwang. Hier ist ein Bauernhof in Brand geraten. Tiere müssen gerettet, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude verhindert werden. Bilanz: Drei leicht verletzte Familienangehörige, drei verendete Tiere sowie ein Schaden von etwa einer halber Million Euro. Ein tragischer Unfall beschäftigt die Menschen Anfang Oktober. Als ein 17-Jähriger in der Nähe von Sulzbach-Rosenberg nach einer Panne sein Motorrad am Straßenrand abstellt, wird er von einem Auto überfahren und tödlich verletzt. Und auch der Riedener Bauunternehmer Markus Staufer bleibt unvergessen. Nach einem schweren Verkehrsunfall Anfang Oktober am Walchensee verstirbt der 47-jährige Unternehmer drei Wochen später an den Unfallfolgen.

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Panzer landet im Graben

An einem Morgen im Juli ist die Bundesstraße 299 bei Atzmannsricht gesperrt. Ein Radpanzer der US-Armee ist von der Fahrbahn abgekommen und liegt im Straßengraben. Ein Bergepanzer muss anrücken, um den Stryker zurück auf die Fahrbahn zu ziehen. Der Mann am Steuer, ein 21 Jahre alter US-Soldat, hatte einen Schwächeanfall erlitten und die Kontrolle über den Panzer verloren. Unfallschwerpunkt ist wieder die A6. Regelmäßig kracht es auf der Autobahn. Kompliziert gestaltet sich die Bergung eines Lastwagens nach einer Kollision in der Nähe Anschlussstelle Ursensollen im November. Das schwere Gerät fährt in den Graben, gerät in Schräglage und droht umzustürzen. Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk müssen das Fahrzeug mit Seilwinden sichern. Kilometerlange Staus sind die Folge.

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