03.11.2019 - 15:05 Uhr
AmbergOberpfalz

Feuerwehren befeuern Haushaltsplanung

Die Feuerwehr Gailoh braucht in absehbarer Zeit einen Erweiterungsbau. Davon überzeugt sich die CSU-Fraktion bei einem Ortstermin. Sie will laut Sprecher Dieter Mußemann versuchen, die dafür nötigen Kosten im Haushalt 2020 unterzubringen.

Da brennt die Hütte: Damit das im übertragenen und negativen Sinn nicht auch für die Gebäude der Feuerwehr gilt, müssen sie auf einem aktuellen Stand gehalten werden. Neben Maßnahmen bei der Ortsteilwehr in Gailoh braucht auch die große Feuerwache am Schießstätteweg bald eine Modernisierung. Beim Wachfest zeigen die Wehrmänner alljährlich stolz ihr Domizil, an dem aufmerksame Besucher schon erkennen, dass die eine oder andere Erneuerung fällig ist.
von Autor USCProfil

Wie stellvertretender Kommandant Daniel Schildbach den Stadträten und Mitgliedern des CSU-Ortsverbands Gailoh erläuterte, soll in den nächsten ein bis zwei Jahren ein mobiles Notstromaggregat auf einem Anhänger am Feuerwehrhaus stationiert werden. Allein dafür benötige die FFW einen Stellplatz. Außerdem habe sie einen neunsitzigen Mannschaftstransportwagen (MTW) beantragt, da die Aktiven bei etlichen Einsätzen und Übungen mit privaten Autos nachkommen müssten und das vorhandene Fahrzeug TSF-W nur sechs Sitzplätze habe.

Am besten wäre laut FFW ein Anbau ans bestehende Gerätehaus, der die Mauer zum Kellerabgang samt Überdachung mit einbezieht. Auf der vorhandenen und benötigten Fläche von sieben mal sieben Metern könnten MTW und das Notstromaggregat untergebracht werden, schilderte Vorsitzender Georg Honig. Er kündigte bereits an, dass die FFW mit ihren Aktiven Eigenleistungen erbringen und so helfen würde, die Baukosten zu senken, was Dieter Mußemann ausdrücklich lobte.

Der Fraktionsvorsitzende maß den Ortsteilwehren große Bedeutung bei. Die CSU wolle diese deshalb entsprechend ausstatten. Bei dieser Gelegenheit teilte er mit, dass im Katastrophenschutzplan der Stadt die Stationierung von Stromaggregaten bei allen Feuerwehren vorgesehen sei. Damit wolle man jeweils eine gewisse Notversorgung sicherstellen. Für die Aufnahme ins Budget 2020 benötige man eine rasche konkretere Planung, um entsprechende Mittel vorsehen zu können, skizzierte Mußemann. Derzeit stehe eine Summe von 65 000 Euro im Raum. Dies alles sei nichts Übertriebenes, führte Mußemann aus und warb für eine entsprechende Mehrheit im Stadtrat. Dringend muss nach seinen Worten auch die Sanierung der großen Feuerwache am Schießstätteweg in Angriff genommen werden.

Ein weiteres Gailoher Thema war beim Ortstermin ein von der CSU favorisiertes "Aufhübschen" des Rosenplatzes. Laut Mußemann soll dort auch die Bushaltestelle umgebaut und barrierefrei gemacht werden. Dafür müsse der Stadtrat nach Vorstellungen der CSU 35 000 Euro im Haushalt bereitstellen.

Siegfried Jobst nahm die Gelegenheit wahr, als Vorsitzender des FSV Gärbershof Anliegen des Vereins vorzubringen: Probleme habe man zum Beispiel mit dem Dach des von 1974 stammenden Sportheims, wobei es wohl nicht einfach werde, das alte Eternit zu entsorgen. Es müsse aber unbedingt gegen ein Thermodach mit Photovoltaikanlage ausgetauscht werden. "Trotz unseres Sportparks wollen wir die Vereine am Stadtrand nicht vergessen", versicherte Mußemann. Im Gegensatz zu den Vereinen, die städtische Sporthallen nutzten, müssten sich die Clubs am Rande der Stadt oft selbst um ihre Liegenschaften kümmern. Daher müsse ihnen die Stadt finanziell helfen.

Gailohs stellvertretender Feuerwehrkommandant Daniel Schildbach (vorne links) trug Vertretern der CSU-Stadtratsfraktion und des CSU-Ortsverbands Gailoh die aktuellen Anliegen der Ortsteilwehr vor.
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