24.08.2020 - 15:06 Uhr
AmbergOberpfalz

Firma Lüdecke stellt Nachhaltigkeitsstrategie vor

Die Firma Lüdecke stellte der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Amberg ihre Nachhaltigkeitsstrategie vor. Dazu gehören nicht nur recycelbare Verpackungen und Ökostrom, sondern auch eigener Honig.

Klaus Herdegen (Zweiter von rechts) stellt Heike von Eyb, Brigitta Netta, und Gerlinde Köder (von links nach rechts) von der Fair-Trade-Steuerungsgruppe Amberg die Nachhaltigkeitsstrategie der Firma Lüdecke vor und überreichte das dazugehörige Prospekt und den firmeneigenen Honig.
von Elisa RomfeldProfil

Die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Amberg hatte die Firma Lüdecke, den Sieger des Umweltpreises 2019 der Stadt Amberg, eingeladen, ihre Nachhaltigkeitsstrategie vorzustellen. So traf man sich in lockerer Runde auf der firmeneigenen Streuobstwiese und Geschäftsführer Klaus Herdegen präsentierte vor abendlichem Vogelgezwitscher die mehrseitige Informationsbroschüre der Firma. Dieser „Green Company Report“ mache deutlich, wie die Firma Nachhaltigkeit umsetzt.

In erster Linie werde bei der Herstellung aller Produkte auf Langlebigkeit und eine gute Ökobilanz geachtet. Durch die ständige Optimierung der Kupplungen und Armaturen werde zudem der Energieverbrauch des Nutzers deutlich reduziert. Darauf werde auch bei der Herstellung der Produkte selbst geachtet: Lüdecke bezieht zu 100 Prozent Ökostrom und nutzt die Abwärme, die bei der Produktion entsteht, zum Heizen der Firmenräume. „Wir haben auch alle Brach- und Restflächen begrünt“, erklärte Klaus Herdegen. Die Mitarbeiter wüssten dies zu schätzen. Sie nutzen die angrenzenden Wiesen, die auch Amphibien, allerlei Vögeln und mehreren Bienenvölkern als Lebensraum dienen. In Zusammenarbeit mit dem Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg habe man nun den ersten Waldhonig geerntet, sagte Herdegen stolz.

Auch bei der Verpackung der Produkte werde auf recycelbares Material geachtet und weitestgehend auf Plastik verzichtet. Dieses Konzept gelte auch in der firmeneigenen Kantine: Regionale Lebensmittel werden in wiederverwendbaren Gläsern und Lunchboxen ausgegeben, nicht verzehrte Speisen dürfen mit nach Hause genommen werden. Dass vieles während der Corona-Zeit nicht immer erlaubt sei, schmerze ihn, so Herdegen.

Brigitte Netta von der Fairtrade-Steuerungsgruppe betonte, dass man den Fairtrade-Gedanken weiter fassen müsse: „Mein Handeln wirkt sich immer auch global aus.“ Rechnung trägt die Firma Lüdecke, indem sie Produktionen nicht ins Ausland verlege und moralisch verwerfliche Aufträge vehement ablehne. „Nur die Sachen machen, die meinen Werten entsprechen“, fasst es Heike von Eyb treffend zusammen. Auch im sozialen Bereich fair zu handeln, wie es Gerlinde Köder fordert, setzt die Firma verstärkt um: Lüdecke arbeitet mit Behinderteneinrichtungen und ortsansässigen Betrieben zusammen und achtet auf die Gesundheit seiner Mitarbeiter beispielsweise durch die Bezuschussung eines „Job-Rads“ oder durch einen eigenen Yoga-Kurs. Während der Corona-Pandemie hatte man flexible Arbeitszeitmodelle kreiert, damit vor allem Alleinerziehende entlastet wurden. „Bei den Mitarbeitern haben wir daher keine Fluktuation“, sagte Herdegen, „die Leute bleiben bei uns.“

Abschließend war es Herdegen ein Anliegen, die junge Generation zu loben, die sich im politischen, wie kulturellen und baulichen Bereich stark für Amberg macht: „Die sollen unsere Stadt gestalten, damit Amberg lebenswert bleibt.“

Nach der Überreichung eines Glas Honigs und der Nachhaltigkeits-Broschüre gab von Eyb noch einen Ausblick auf die geplante Baumpflanzaktion am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober. Sie bittet Privatpersonen, Firmen und Vereine, sich bei der Steuerungsgruppe zu melden, wenn sie Bäume, Flächen oder anderweitige Unterstützung für dieses „Einheitsbuddeln“ anbieten möchten.

Lüdecke-Park für Mitarbeiter und Bienen

Amberg
So kann Nachhaltigkeit auch aussehen: In Zusammenarbeit mit dem Bienenzuchtverein Sulzbach-Rosenberg entstand auf der firmeneigenen Streuobstwiese, dem Thomasgarten, Blütenhonig.
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