14.07.2019 - 13:25 Uhr
AmbergOberpfalz

Flugfest in Amberg: Auf die Yak 52 ist Verlass

Der Regen wurde sehnlichst erwartet - aber nicht von der Luftsportgruppe Amberg. Ihr machten die dunklen Wolken beim Flugfest am Wochenende einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Ein paar Lichtblicke gab es trotzdem.

von Uli Piehler Kontakt Profil

„Die Gyrokopter aus Weiden fliegen jetzt los.“ Das war eine der Nachrichten, die Jörg Pfab und sein Team aufatmen ließen. Der Vorsitzende der Luftsportgruppe stand Samstag und Sonntag ständig mit befreundeten Piloten aus ganz Bayern in Kontakt, die zugesagt hatten, Amberg anzufliegen. Ein Fleckerlteppich aus Regenschauern über dem Freistaat hinderte die meisten daran, abzuheben.

Auch die Yakovlev Yak 52, die beim Aeroclub Bamberg Zuhause ist, hatte zunächst Startprobleme. „In Bamberg schüttet es gerade aus Eimern. Die Yak muss warten“, gab Katrin Rogenhofer am Samstag gegen 15 Uhr eine Wasserstandsmeldung durch. Die Flieger-Freunde, die das historische Flugzeug sehen wollten, mussten sich in Geduld üben und wurden belohnt. Eineinhalb Stunden später machte sich ein Dröhnen am Himmel bemerkbar. Die Yak drehte ihre Runden über Rammertshof und landete schließlich – sogar bei Sonnenschein.

Eigentlich sollten am Samstag auch die vier Doppeldecker der Bückerstaffel aus Landshut kommen. Ihren Auftritt hatten die Organisatoren schon Tage zuvor auf Sonntag verlegt. Aber daraus wurde nichts. „Unsere Freunde wären wirklich gerne gekommen, aber es ging einfach nicht“, erklärte Rogenhofer. In Memmingen zeigte sich derweil Kunstfliegerin Petra Unger wild entschlossen, mit ihrem Doppeldecker Pitts S1S, Richtung Amberg zu starten. Das knallrote Fluggerät war am Sonntagnachmittag der Hingucker beim Flugfest.

Hingucker beim Flugfest ist auch die Bodenflotte des Flugplatzes

Amberg

Weniger von den Regenschauern beeinträchtigt waren die Modellflieger. Thomas Guttenberger aus Witzlhof hatte wieder ein paar seiner Freunde mit außergewöhnlich schönen Exemplaren von Miniatur-Fliegern zusammengetrommelt. Mit dabei hatte er zum Beispiel einen Eurofighter im Maßstab 1:4 – sieht von unten fast aus wie das Original und macht ebenfalls einen Höllenlärm. Etwa 7000 Euro kostet so ein Spielzeug, das sich vom Grund aus per Fernbedienung steuern lässt.

Bei den Segelflugzeugen stand derweil David Neumann Besuchern Rede und Antwort. Der 16-jährige Kümmersbrucker ist derzeit einer der aktivsten Mitglieder der Luftsportgruppe. Jüngst drehte er mit seinem Segler sieben Stunden lang die Runden am Himmel, flog von Amberg über Pilsen bis nach Schweinfurt und wieder zurück. Nicht weniger tatkräftig zeigte sich am Wochenende das Bodenpersonal. Das Helferteam hatte für bis zu 3000 Tische und Bänke aufgestellt, Essen und Trinken organisiert. Die meisten Plätze blieben heuer aber leer.

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