16.09.2019 - 18:57 Uhr
AmbergOberpfalz

Fördermittel als fast geschenktes Geld für Unternehmen

Sein erstes Unternehmen hat Kai Schimmelfeder 1995 mit Hilfe von Förderprogrammen gekauft. So entdeckte er das Geschäftsfeld der Fördermittelberatung. Und verhilft damit anderen Firmen zu Geld. Oft ist es quasi geschenkt.

Kai Schimmelfeder bei einem Vortrag. Der Hamburger ist ein mehrfach ausgezeichneter Redner.
von Markus Müller Kontakt Profil

Wie es geht, dass ein Unternehmen auf diese Weise Geld von der EU erhält, erläutert der zertifizierte Fördermittelberater am Mittwoch, 25. September, ab 19 Uhr bei einem Vortrag im Amberger Cineplex.

Schimmelfeder hat nach eigenen Angaben schon mehr als 10.000 Projekte begleitet und weiß genau, was kleine und mittlere Unternehmen oft hindert, an solche Gelder zu gelangen: das operative Geschäft. "Investitionen mit Förderprogrammen umzusetzen, ist für die meisten Unternehmen ein unbekanntes Gebiet. Aus Sicht vieler Unternehmen ist das Thema Fördermittel zu bürokratisch und zeitaufwendig", äußerte Schimmelfeder gegenüber Oberpfalz-Medien. Deswegen biete er an, als Fördermittelberater auch diese bürokratischen Aufgaben mit seinem Team zu übernehmen. "Wir sind Projektbegleiter auf Zeit", umschrieb er seine Aufgabe in diesem Prozess.

Aus dem breiten Feld der möglichen finanziellen Hilfestellungen – es gibt mehr als 5100 Förderprogramme auf europäischer Ebene – kennt der ehemalige Hochleistungssportler im Powerlifting diejenigen, die für das spezielle Unternehmen infrage kommen: "Es gibt Förderungen für Investitionen, für den Unternehmenskauf, für Projektentwicklungen und Innovationen, für Startups oder klassische Gründungen, für Umwelt- und Energieinvestitionen von Unternehmen, für Maschineninvestitionen, für die Änderung von Nutzungskonzepten oder auch bei speziellen Brancheninvestitionen."

Aktuell sei das Thema Digitalisierung ein Schwerpunkt bei den Förderprogrammen des Bundes und der Länder. Dazu gehörten auch Cyberkriminalität und Investitionen für den Schutz der Datensicherheit. Immer mehr Unternehmen setzten Investitionen in Virtual Reality und künstliche Intelligenz auf die Investitionsliste.

Schimmelfeder appelliert bei seinen Vorträgen immer an seine Zuhörer, keine Scheu zu haben, bei öffentlichen Fördermitteln kräftig zuzugreifen: "Es wird deswegen keiner hungern, wenn Sie 300.000 Euro bekommen. Das Geld ist schon da." Eine Vielzahl unterschiedlichster Finanzierungshilfen sei besonders auch für kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern aufgelegt. In dieser Größenordnung gibt es laut Schimmelfeder in der Oberpfalz fast 20.000 Firmen, also potenzielle Profiteure von solchen Zuschüssen.

Vortrag in Amberg:

Oberpfalz-Medien holt den Fördermittelberater Kai Schimmelfeder nach Amberg. Am Mittwoch, 25. September, 19 bis 20.30 Uhr, hält er im Cineplex, Regensburger Straße 1, einen Vortrag zum Thema „Erfolgsfaktor Fördermittel“. Dabei erfahren die Zuhörer, wie sie finanzielle und wirtschaftliche Vorteile erhalten, wie sie diese nutzen können und welche Schritte Unternehmen aus der Oberpfalz konkret benötigen, um ihren Erfolg in Zukunft besser zu planen. Der Eintritt kostet 69 Euro pro Person. Im Preis enthalten sind ausführliche Unterlagen und Verpflegung.

Anmeldung bei Oberpfalz-Medien unter Telefon 09621/3060 und im Internet unter www.onetz.de/foerdermittel

Bericht über einen Fördermittel-Vortrag von Kai Schimmelfeder in Weiden im Februar 2019

Weiden in der Oberpfalz
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