15.10.2019 - 14:22 Uhr
AmbergOberpfalz

Frauenhaus-Projekt profitiert von Friedensliedern

Irische Musik hören, Whiskey trinken und Gutes tun, das alles ermöglichten die Amberger Soroptimistinnen beim Benefizkonzert. Passender und außergewöhnlicher Aufführungsort war die Spitalkirche.

Oftmals mit geschlossenen Augen vollkommen in die Lieder vertieft, sang die Gruppe Taisteal Balladen voller Zärtlichkeit und politische Songs voller Zorn. Dazwischen gab es lockere Plaudereien zum Schmunzeln und Nachdenken. Und das alles ohne Gage für den guten Zweck beim Benefizkonzert der Soroptimistinnen. Der Erlös ist für das Frauenhaus-Projekt des Sozialdienstes katholischer Frauen bestimmt.
von Marielouise ScharfProfil

Irische Musik hören, Whiskey trinken und Gutes tun, das alles ermöglichten die Amberger Soroptimistinnen beim Benefizkonzert. Passender und außergewöhnlicher Aufführungsort war die Spitalkirche. Alle Bänke und Stühle waren besetzt, etliche Besucher mussten mit Stehplätzen vorliebnehmen. Der Erlös fließt in das Frauenhaus-Projekt des Sozialdienstes katholischer Frauen.

Im früheren Altarraum hatte die Gruppe Taisteal Equipment, Notenpulte und diverse Instrumente aufgebaut. Vor etwa 18 Monaten haben die vier Musiker, zwei Frauen und zwei Männer, über die Liebe zur irischen Musik zusammengefunden. Jetzt verfügen Barbara Würsching, Ina Eder, Peter Schütz und Frontmann Uwe Zapala über ein mehrstündiges, abwechslungsreiches Programm. Von lustig, frech und übermütig bis nachdenklich, melancholisch und ernst brachten sie die emotionalen Facetten ihrer Musik nach Amberg.

Gespielt wurde auf Gitarre und Bodhrán (irische Trommel), Flöte, Akkordeon und Mundharmonika. Fester Bestandteil war daneben natürlich der Gesang. Die Lieder handeln von allen Lebenslagen. Von Liebe, Sehnsucht und Heimatlosigkeit erzählen die Texte. Es war stimmungsvolle Gänsehaut-Musik, die melodiös in den sakralen Raum schwappte. Die Balladen glitten nicht ins Kitschige ab, die Musik sprühte vor Energie, und aus jedem Ton klang die Liebe zum Land, zu den Leuten, zur Geschichte und zur Pub-Tradition. Die Vier machten nicht nur fantastische Musik und überzeugten mit Stimme und Spiel, sondern sorgten auch für gute Laune und das richtige Feeling wie beim Freiheits-Song: "Only Our Rivers Run Free." Die Übersetzung: "Nur unsere Flüsse fließen frei. Wenn Äpfel immer noch im November wachsen, wenn Blüten immer noch an jedem Baum wachsen, wenn Blätter im Dezember immer noch grün sind, das ist dann, wenn unser Land frei ist." Uwe Zapala übersetzte die Inhalte der einzelnen Stücke und erzählte Geschichten. Die Musiker gingen mit ihrer Musik mit, sie sahen so aus, als würden sie jeden Ton genießen. Sie ließen sich von der Folkmusik treiben. Gleichzeitig war zu hören, wie einfühlsam sie ihre Instrumente beherrschen. Nicht nur die Songs erwärmten das Herz, auch der landestypische Whiskey half gegen kalte Füße.

Insgesamt standen 33 Sorten aus Irland, Schottland und Deutschland zum Testen bereit. Simon Kunz, einer der beiden Experten der Firma "The Whisky Explorer", verriet auch ein besonderes Geheimnis der Schreibweise, demnach wird die irische Edel-Spirituose Whiskey, die schottische Whisky geschrieben. Die Preise hängen auch von der Exklusivität der Lagerung ab. Im Whisky-Entdecker-Repertoire sind Flaschen zwischen 25 und 180 Euro zu finden, so Kunz. Sein Favorit: Tullibardine Sauternes - ein Scotch um die 30 Euro aus den schottischen Highlands.

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