4,4 Millionen Tagestouristen verzeichneten der Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg im Jahr 2019. Hinzu kommen 569 000 Übernachtungen, wie aus der aktuellen Studie der Münchener dwif-Consulting GmbH hervorgeht. Damit ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Landrat Richard Reisinger, Oberbürgermeister Michael Cerny und die beiden Touristiker Hubert Zaremba (Amberg-Sulzbach) und Heike Kober (Amberg) stellten die Studie nun im Detail vor. Der Tourismus wird laut Landrat Richard Reisinger nach wie vor unterschätzt. Dabei sei es "fast schon atemberaubend, welche Umsätze mit Urlaubsgästen und Tagestouristen gemacht werden und welchen Nutzen die Region daraus ziehen kann".
"Gigantische Summen"
Laut Studie liegt der Bruttoumsatz bei 148,5 Millionen Euro. Davon bringen die rund 600 000 Übernachtungsgäste rund 55,2 Millionen Euro in die Region, die Tagestouristen noch einmal 93,3 Millionen Euro. "Das sind gigantische Summen, von denen vor allem das Gastgewerbe und der Einzelhandel profitieren", sagte Reisinger bei der Präsentation. Das Gastgewerbe schöpfe aus dem Bruttoumsatz von 148,5 Millionen Euro exakt die Hälfte ab (74,8 Millionen Euro), der Einzelhandel rund ein Drittel (49,6 Millionen Euro). Die übrigen 33,1 Millionen wanderten in diverse Dienstleistungen.
"Der Tourismus ist eine klassische Querschnittsbranche, viele weitere Wirtschaftsbereiche profitieren von ihm", erklärte Oberbürgermeister Michael Cerny. Deshalb zahlten sich Investitionen von Kommunen und Unternehmen in die tourismusbezogene Infrastruktur, in konkrete Produkte und die touristische Vermarktung aus. Das wissen auch die Touristiker des Amberg-Sulzbacher Landes. "Der Tourismus bringt uns aber nicht nur Umsatz, sondern ist auch ein wichtiger Motor für den Arbeitsmarkt", ergänzte Hubert Zaremba. Umso bedeutsamer sei es, den Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Region herauszuarbeiten. Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Cerny hatten deshalb die Studie in Auftrag gegeben. Nach fünf Jahren war es laut Cerny an der Zeit, neue Zahlen zu generieren. Damals hatte die Studie 4,2 Millionen Tagestouristen, 541 000 Übernachtungsgäste und einen Bruttoumsatz von 140,7 Millionen Euro aufgelistet. "Wir haben uns also überall gesteigert", freute sich Heike Kober, Leiterin der Tourist-Information in Amberg.
Deutliche Steigerung
Auch ihr Landkreis-Kollege Hubert Zaremba ist begeistert von den neuen Zahlen. Diese würden - anders als die herkömmlichen Übernachtungszahlen - sämtliche Beherbergungsbetriebe auflisten, also auch Privatvermieter mit weniger als zehn Betten und Campingbetriebe. "Die Auslastung in den Übernachtungsbetrieben ist deutlich gestiegen", erklärte Zaremba. Besonders stolz sind die Touristiker laut Pressemitteilung auf die Anstiege der Bruttoumsätze aus dem Übernachtungs-Tourismus, dem Gastgewerbe und sonstigen Dienstleistungsbereichen. Hier lägen die Steigerungen gegenüber 2014 im zweistelligen Prozentbereich. Bei den Dienstleistungsbereichen sei es sogar ein Anstieg von 15,73 Prozent.
2020 werde sicher eine Delle in die Tourismuszahlen reißen. Das Ziel der Touristiker ist deshalb, nach Corona wieder an die Zahlen von 2019 anzuknüpfen und sie im Idealfall sogar noch zu steigern. Die Voraussetzungen hierfür stünden sicher nicht schlecht, so die Experten. Denn: Die Stadt Amberg und das Amberg-Sulzbacher Land sind und bleiben ihren Worten nach "eine beliebte Urlaubsregion".















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