17.01.2019 - 18:01 Uhr
AmbergOberpfalz

Für neuen Pfarrer aufhübschen

Renoviertes Einfamilienhaus, sechs Zimmer, Küche Bad, zentrumsnah - da kann man schon neidisch werden. Einziger Haken: die 200 Quadratmeter im Pfarrhaus der Erlöserkirche sind dem amtierenden evangelischen Pfarrer vorbehalten.

von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Bevor die vierköpfige Familie mit Hund im März einzieht, muss aber noch einiges renoviert werden.

Kurz vor Weihnachten haben die Arbeiten im Pfarrhaus begonnen. Während von außen nur mit Folie abgeklebte Fenster zu erkennen sind, spielt sich innen einiges ab. Als der alte Pfarrer auszog, wurde das Gebäude auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis des Amberger Architekten Michael Dittmann: Die Dämmung ist nicht mehr zeitgemäß. "Wir wollen sparsam mit unseren Ressourcen umgehen", sagt Pfarrerin Birgit Schwalbe. Deswegen ist eine gute Dämmung unabdingbar. Außerdem gab es an den Fenstern Kältebrücken, an denen sich Schimmel bildete. Auch der Heizkessel muss erneuert werden, und einige Stellen im Haus sind nicht kindersicher. "Es sind halt Schönheitsreparaturen", fasst es Schwalbe zusammen.

Bis zum Einzug des neuen Pfarrers und seiner Familie soll alles fertig sein. Am besten schon Ende Februar. Die Dämmung wird wegen des stilistischen Außenmauerwerks innen angebracht. Außerdem soll die Pfarrfamilie mehr Privatsphäre haben. Deswegen wurde eine Tür, die vom Pfarrbüro ins Haus führte zugemauert und an anderer Stelle ein Durchgang geschaffen. Damit das Raumklima trotz der neuen Dämmung gut bleibt, wird auch eine Lüftungsanlage eingebaut. Bei der Gestaltung der Räume dürfen die neuen Bewohner mitreden, allerdings sollten "nicht unbedingt die ganz krassen Farben an die Wand", meint Schwalbe. Denn das Wohnen im Pfarrhaus ist ein Wohnen auf Zeit.

Die Gesamtkosten für die Renovierung liegen bei etwa 200 000 Euro. Das berappt die Kirchengemeinde aus ihrer Pfarrhausrücklage, der Rest kommt von der Landeskirche.

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