17.08.2018 - 15:58 Uhr
AmbergOberpfalz

Für eine schöne Innenstadt

Baustellen, Leerstand, Online-Konkurrenz: Verena Fitzgerald fördert künftig die Amberger Altstadt und ihre Geschäfte. Seit 1. August ist sie die Ansprechpartnerin für Gewerbetreibende in der Innenstadt.

Gewerbebau-Geschäftsführer Karlheinz Brandelik (links) und Oberbürgermeister Michael Cerny stellen Verena Fitzgerald vor. Die 25-Jährige ist seit August als Wirtschaftsförderin Altstadt bei der Gewerbebau angestellt. Sie soll die Schnittstelle zwischen Einzelhändlern und der Stadtverwaltung bilden. Das Ziel: eine schöne, belebte Innenstadt.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Persönlicher Kontakt, professionelle Beratung, hübsche Schaufenster - und nach dem Stadtbummel ab in ein gemütliches Café oder Restaurant: Das Einkaufen in der Altstadt kann ein richtiges "Erlebnis" sein, findet Oberbürgermeister Michael Cerny. Doch diese Vorteile der Innenstadt gegenüber dem Online-Handel gilt es zu stärken - das ist zukünftig die Aufgabe von Verena Fitzgerald. Sie soll ein Bindeglied sein zwischen Hausbesitzern, Händlern und der Stadtverwaltung. Seit Anfang August ist sie bei der Gewerbebau als Wirtschaftsförderin Altstadt angestellt.

Als "Idealbesetzung" bezeichnen Cerny und Gewerbebau-Geschäftsführer Karlheinz Brandelik die 25-Jährige. "Wir haben jemanden mit dem nötigen Know-how gesucht, der aber auch mit den Leuten kann." Fitzgerald stammt ursprünglich aus Schnaittenbach. Nach dem Abi am Erasmus-Gymnasium machte sie in der Nähe von Stuttgart eine duale Ausbildung zur Betriebswirtin, spezialisierte sich dann auf Online-Marketing und ist seit 2016 selbstständig. Sie lebte in München und Paris, seit knapp einem Jahr ist sie zurück in Amberg. „Ein bisschen Heimweh“, nennt sie selbst einen der Gründe für ihre Rückkehr.

Ihr Anliegen ist es, vor allem kleinere, inhabergeführte Betriebe zu unterstützen - für eine schöne und lebendige Innenstadt. "Ich möchte niemandem seine Kompetenzen absprechen, hier arbeiten viele Profis, aber irgendwann wird man betriebsblind", sagt Fitzgerald. Sie will der Anstoß von außen sein, frischen Wind in die Altstadt bringen, Schaufenster mitgestalten, Marketing-Tipps geben, die Werbepräsenz lokal und digital erhöhen und die Chancen aufzeigen, die es online gibt. Es gebe hier schon viele Gewerbetreibende, die etwas bewegen wollen. Unterstützung erfährt Fitzgerald zum Beispiel von Reiseunternehmer Horst Strobl und Goldschmied Sebastian von der Recke vom Organisationsteam Attraktive Innenstadt. Sie hatten genau solch eine Schnittstelle, ein Sprachrohr der Gewerbetreibenden gefordert. Dass dieser Gedanke so "unkompliziert und schnell umgesetzt" wurde, freut Strobl. "Daran sieht man, dass dem OB etwas an uns gelegen ist."

Zunächst will sich Fitzgerald bei den Einzelhändlern vorstellen und eine Ansprechpartnerin sein, die alle Anfragen und Probleme bündelt. Der Netzwerk-Gedanke ist ihr besonders wichtig. Ihr Wunsch: "Offenheit. Mehr Miteinander, weniger Ellenbogen." Auch Cerny sagt: "Wir müssen die Innenstadt als ein großes, gemeinsames Einkaufszentrum sehen."

Erreichbar ist die Wirtschaftsförderin bereits per E-Mail unter verena.fitzgerald[at]gewerbebau-amberg[dot]de. Außerdem soll eine Art Sprechstunde eingerichtet werden.

Sie hat die nötigen digitalen Kompetenzen und will vor Ort hören, was gebraucht wird: Verena Fitzgerald.

Horst Strobl (links) und Sebastian von der Recke vom Organisationsteam Attraktive Innenstadt überraschen Verena Fitzgerald mit einem "Stadtmama-T-Shirt" und einer "Notfallbox".

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