11.12.2018 - 08:34 Uhr
AmbergOberpfalz

Gärbershofer fliegen auf Frisbee

Ultimate-Frisbee ist ein Trendsport, davon ist Rene Nicklas vom FSV Gärbershof überzeugt. Seit eineinhalb Jahren trainiert er sein Team. Der Sport aus den USA bringt Menschen verschiedener Altersklassen zusammen. Die Mitgliederzahl steigt.

Der FSV Gärbershof ist für seine Fußballer bekannt – vor allem für die Nachwuchsarbeit. Doch jetzt gibt es bei dem Verein auch Frisbee.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Fliegende Scheiben wohin das Auge reicht. Das ist keine Alien-Verschwörung, sondern das Training der Ultimate-Frisbee-Mannschaft des FSV-Gärbershof, der ansonsten eher durch seine Fußballer bekannt ist. "Das ist eine Trend-Sportart aus den USA", erklärt Rene Nicklas. Eigentlich ist er Fußball-Coach. Nachdem sich seine Mannschaft aufgelöst hatte, wollte er etwas Neues machen. Frisbee war die Idee: "Ziel ist es, die Scheibe in die gegnerische Wurfzone zu bekommen."

Rene Nicklas ist felsenfest überzeugt. "Ich denke, das ist eine Sportart, die wirklich im Kommen ist." Zurzeit trainiert er zehn Erwachsene und sieben Kinder. "Die Tendenz ist steigend", sagt der 45-Jährige. "Das ist einfach mal was komplett anderes. Höchste Priorität hat aber, dass alle Spaß daran haben." Ein Spiel, innerhalb der Sportart nennt man es Match, geht so lange, bis ein Team 15 Punkte erreicht hat oder die Spielzeit von 45 Minuten abgelaufen ist.

Zu dem Sport ist Nicklas so gekommen: "Ich habe zwei Töchter, die sind auch beim FSV-Gärbershof. Ich wollte mich im Verein einbringen und Jugendliche trainieren. Ich wollte etwas für die Gesellschaft tun." Andere Leute zum Sport bringen, auch Junge für Neues begeistern, das war sein selbsterklärtes Ziel. Für Organisation und Vorbereitung investiert er neben den wöchentlichen 90 Minuten Training einige Stunden zusätzlich.

Zwischen 10 und 56

"Ultimate-Frisbee ist eine Sportart, die jung und alt zusammenbringt. Unser Jüngster ist zehn Jahre alt, der älteste 56 Jahre", sagt Nicklas. Das Training startet mit Aufwärmübungen, danach geht es mit Wurftraining weiter. "Am Ende gibt es ein Abschlussspiel", erklärt der Trainer. In der ganzen Oberpfalz gibt es nur zwei Mannschaften. Neben dem FSV-Gärbershof trainiert nur noch in Regensburg eine Gruppe die Trend-Sportart. "Eigentlich ist das ein Studenten-Sport", verrät Rene Nicklas.

Aus Malaysia

In Amberg hat sich das scheinbar noch nicht wirklich herum gesprochen. Bisher ist nur ein Student der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) in der Gruppe. Mohd Amir Firdaus Mohd Zaidi ist 23 Jahre alt und stammt aus Malaysia. "Ich bin im Internet darauf gestoßen", erzählt der junge Mann. "Mit Rene macht das Frisbee-Spielen wirklich Spaß. Noch machen das hier nicht viele Studenten. Ich vermute, dass sie das einfach noch gar nicht mitbekommen haben, dass es hier so etwas gibt." Er hofft, dass sich das Angebot bald mehr herumspricht. Er nutzt das Training auch als Möglichkeit, seine Deutschkenntnisse zu verbessern und Freunde zu finden. Ihm zufolge funktioniert beides sehr gut.

Sport verbindet Generationen und Nationen: Mohd Amir Firdaus Mohd Zaidi (Mitte) stammt aus Malaysia.

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