30.11.2018 - 11:45 Uhr
AmbergOberpfalz

Gema redet auch ein Wort mit

Information, Austausch und Kooperation stehen im Mittelpunkt des Treffens der Verantwortlichen der Nachbarschaftshilfen im Landkreis. Zuletzt trafen sich die Ehrenamtlichen in Rieden.

Großes Interesse an den vorgetragenen Themen zeigten die Teilnehmer des Austauschtreffens der Amberg-Sulzbacher Nachbarschaftshilfen.
von Externer BeitragProfil

Das Treffen organisierte die AOVE-Koordinationsstelle "Alt werden zu Hause" mit dem Seniorenmosaik Hirschwald. Riedens Bürgermeister Erwin Geitner stellte die Seniorenangebote seiner Kommune sowie die Seniorenbeauftragten Marga Kraus und Erika Müllner vor.

Schwerpunkt Gema

Ein Schwerpunkt des Austauschtreffens lag bei den Themen Gema und VG-Wort. "Eine musikalische Umrahmung bei Seniorenveranstaltungen anzubieten, wird aufgrund der Kosten für die GEMA immer schwieriger", beklagte sich Dieter Mohr aus Freihung. Barbara Hernes wies darauf hin, dass die Auswahl der Musikstücke, in Originalfassung oder als Bearbeitung, über die Vergütungspflicht entscheidet. Ob ein Musikstück lizenzfrei ist, könne über die Datenbank der Gema geprüft werden. Oftmals, so Hernes, hätten auch kommunale Träger, Kommunen oder Kirchen, einen Vertrag mit der Gema, auf den Seniorengruppen eventuell zugreifen könnten.

Ähnliches gelte auch bei Lesungen, merkte Waltraud Lobenhofer an. Texte müssten bei der VG Wort gemeldet werden, um Urheberverstöße zu vermeiden. Auf Nachfrage einiger Teilnehmer nach potenziellen Referenten für die Seniorenarbeit, wird die AOVE-Koordinationsstelle "Alt werden zu Hause" ihre Referentenliste zur Verfügung stellen. Ergänzungen sind gewünscht und sollten der AOVE gemeldet werden, da die Liste jährlich aktualisiert wird.

Großer Diskussionsbedarf bestand zum Thema Parken der Fahrdienste beim Arztbesuch mit Senioren. "Wenn wir so einen Begleitdienst machen", so Elisabeth Ludwig aus Neukirchen, "ist es immer notwendig, dass eine zweite Person mitfährt, die beim Aussteigen hilft und in die Arztpraxis begleitet, während der Fahrer nach einem Parkplatz sucht." Große Hilfe wäre ein Parkausweis, ähnlich wie für die ambulanten Dienste, so der Wunsch.

Danach stellte Irene Schuminetz, Krankenschwester, Praxisbegleiterin und Ausbilderin für "Basale Stimulation" das Konzept "Mit den Händen Gutes tun! Basale Stimulation" vor. "Dies ist ein pädagogisch-therapeutisches und pflegerisches Konzept", so Schuminetz, "das durch ganzheitliche, körperbezogene Kommunikation schwer beeinträchtigte Menschen unterstützt und deren Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Bewegungsfähigkeiten unterstützt."

Irene Schuminetz begeisterte die Anwesenden für das Thema „Basale Stimulation“.
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