01.07.2019 - 20:02 Uhr
AmbergOberpfalz

Das Gesicht hinter dem Bürgermeisteramt: Wolfgang Meier

Für gewöhnlich tritt er öffentlich nicht groß in Erscheinung. Die AZ hat deshalb mal nachgefragt, was Wolfgang Meier denn im "Bürgermeisteramt" der Amberger Stadtverwaltung so treibt.

Wolfgang Meier hat den kürzesten Dienstweg zu Oberbürgermeister Michael Cerny.
von Markus Müller Kontakt Profil

Die offizielle Bezeichnung lautet "Stabsstelle Bürgermeisteramt/Zentrale Steuerung". Wer daraus nicht ganz schlau wird, was dessen Leiter Wolfgang Meier genau macht, dem hilft vielleicht der Vergleich mit dem Kanzleramt weiter. Denn tatsächlich wird beim Gespräch mit Wolfgang Meier über seine Aufgaben klar: Er muss sich um die Sachen kümmern, die Oberbürgermeister Michael Cerny sehr wichtig sind, die er aber nicht vom Anfang bis zum Ende selbst steuern kann.

Genau ein halbes Jahr bekleidet Wolfgang Meier (48) jetzt diesen Posten. Der hat gegenüber der Zeit unter Meiers Vorgänger Gerhard Bauer nicht nur den eindrucksvollen Begriff "Bürgermeisteramt" dazubekommen, sondern auch die Zuständigkeit für Pressearbeit, das Stadtmarketing, das Veranstaltungsmanagement des Oberbürgermeisters und dessen Beschwerdemanagement (für alle Beschwerden, die direkt bei Cerny eingehen). Das gab es vorher nicht in dieser Form. Wobei das alles Meiers Aufgaben nicht abschließend umschreibt, denn letztlich erfolgt die Zuteilung durch den OB: "Es war sein Wunsch, dass er eine Stelle hat, die ihn direkt unterstützt."

Dem Sport weiter verbunden

Wolfgang Meier brachte die Erfahrung von 25 Jahren in der Stadtverwaltung mit auf diesen Posten. Zuletzt war er elfeinhalb Jahre im Schulbereich, wo er bis zum Leiter des Schul- und Sportamts aufstieg. Geblieben ist ihm aus dieser Zeit der Posten als stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes für Sport (seit Ende 2018). Ganz abgehakt hat er seine vorherige Tätigkeit noch nicht, denn da sein Nachfolger erst am 1. Mai den Dienst antrat, pflegt er einen regen Austausch mit der alten Abteilung und gibt auch gerne Tipps, wenn man ihn fragt.

Im Meiers neues Ressort fällt nicht zuletzt die Verwaltung des Stadtrats und die Arbeit mit dessen Mitgliedern. "Da muss man immer im Hinterkopf behalten: Was ist für die Stadt förderlich, was könnte die Politik wollen?", verrät er eines seiner Rezepte. Dass hier in den nächsten Monaten des Kommunalwahlkampfs viel zusätzliche Arbeit auf seine Abteilung zukommt, ist Meier klar: "Dispute zwischen den Fraktionen wirken sich immer auf die Verwaltung aus, weil dann verstärkt Anträge kommen."

Ein Vertrauensverhältnis

Und wie gestaltet sich die direkte Zusammenarbeit mit OB Michael Cerny? Die wichtigste Voraussetzung kann Meier sofort benennen: "Es muss ein Vertrauensverhältnis da sein." Im Zwei-Wochen-Rhythmus setzen sich die beiden zu Vier-Augen-Gesprächen zusammen, einmal in der Woche ist eine größere Runde mit dem gesamten Team (neun Köpfe umfasst die Abteilung) terminiert. Und den sprichwörtlichen kurzen Dienstweg symbolisiert die direkte Verbindungstür zwischen den Arbeitszimmern von Cerny und Meier: "Details können wir schnell im persönlichen Gespräch klären."

Auf die Frage, ob er seine Arbeitszeiten an die von Cerny angepasst hat, muss Meier etwas schmunzeln. "Die Abendtermine nehmen nicht überhand", sagt er dann. "Da hat sich im Vergleich nicht viel geändert." Auch im Schulamt musste er öfter mal abends ran. "Insofern habe ich weiterhin ganz normale Arbeitszeiten."

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