14.10.2018 - 20:07 Uhr
AmbergOberpfalz

"Großartiger Abend"

Landtags-Direktkandidat Klaus Ebenburger springt freudestrahlend auf, um dem AZ-Reporter entgegenzueilen. Für ihn, den Amberger Kreischef der Grünen und alle anderen Parteianhänger im Bruckmüller ist am Sonntag ein "großartiger Abend".

Ausgelassene Stimmung bei den Grünen mit ihrem Direktkandidaten Klaus Ebenburger (rechts), dem am Sonntagabend in der Brauereigaststätte Bruckmüller auch die Rolle als stärkste Oppositionspartei im Landtag Spaß machen würde. Ex-MdB Helmut Wilhelm (links) sieht Regierungskoalitionen aus seiner Zeit im Bundestag aber eher gelassen.
von Thomas Amann Kontakt Profil

(ath) Überglücklich küsst Hans-Jürgen Bumes seine Frau am Tisch vor gut 30 Leuten. Diese spontane Reaktion des Vorsitzenden und Ebenburgers gute Laune stehen symbolisch für die Gefühlslage bei Bündnis 90/Die Grünen. Die drückt sich auch am guten Besuch und der noch besseren Stimmung, die den Namen (Wahl-)Party verdient, in der Brauereigaststätte aus - schließlich haben die Grünen auch in Amberg und dem Landkreis das beste bayerische Wahlergebnis ihrer Geschichte zu feiern. Obwohl erst relativ neu in der Partei, aber wegen seines Bekanntheitsgrads gleich zum Direktkandidaten aufgestiegen, fühlt sich Klaus Ebenburger "sauwohl" inmitten der Umweltschützer - weil er genau das auch sein will und "übrigens im Herzen schon immer ein Grüner war".

Deswegen fällt es ihm schwer, an eine Koalition mit der CSU zu glauben - allein die Themen Flächenverbrauch in Bayern und Festhalten am Kohlestrom kreidet er den Christsozialen so dick an, dass er auf ein solches Bündnis verzichten könnte. Er würde lieber als stärkste Oppositionspartei "öfter mal die Bremse reinhauen" und so für Umdenken in der bayerischen Politik sorgen wollen.

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