20.10.2019 - 16:58 Uhr
AmbergOberpfalz

Halali und Horrido für Kurfürstliche Schleppjagd

Wenn Ambergs Winterkönig Friedrich V. zur Schleppjagd einlädt, dann ist es für die, denen er wohlgesonnen ist, eine Ehre, dem Gefolge anzugehören. Am Sonntag bat seine Majestät wieder zu diesem bunten Ereignis nach Atzlricht und Fuchsstein.

Da kommen sie im vollen Galopp mit ihrem Jagdherrn Claus Hermann (Zweiter von links) ganz vorne im Tross und überwinden mit schneidigen Sprüngen die zahlreichen Hindernisse, die diese Veranstaltung bei Atzlricht und auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Fuchsstein durchaus anspruchsvoll für Mensch und Tier machen.
von Autor GFProfil

Abergläubisch darf Jagdherr Claus Hermann nicht sein, denn gestern lud er als Winterkönig in historischer Gewandung zur 13. Kurfürstlichen Schleppjagd, und die Teilnehmer hatten sich entsprechend herausgeputzt, um in korrekter Jagdkleidung zu erscheinen. Beim Vereinsheim der Amberger Jäger ließ Hermann zunächst das Jagdfrühstück auffahren, damit sich die Gesellschaft auf die ebenso bunte wie professionelle Reiterei einstimmen konnte.

Mit Hornsignalen begleiteten die Jagdhornbläser der örtlichen BJV-Gruppe die Hatz, riefen damit auch zum Aufbruch. Natürlich hatte Claus Hermann in seiner kurzen Begrüßung auf die Einhaltung der Jagdregeln hingewiesen, bevor die Beagles der Vogelsbergmeute auf der gelegten Schweißspur loshechelten, dahinter dann die Jagdgesellschaft. Hermann bedauerte, dass ihm heuer einige Absagen ins Haus geflattert waren und sich die Gesellschaft somit auf gut 30 Reiter reduziert hatte.

Trotzdem konnte der Veranstalter die 13. Auflage als Erfolg werten, denn das Wetter spielte gut mit, bot auf dem rund 20 Kilometer langen und durchaus anspruchsvollen Parcours mit etwa 30 Hindernissen quer durch das ehemalige Standortübungsgelände Fuchsstein ein brillantes Jagderlebnis - sei es für die Teilnehmer oder die zahlreichen Zuschauer, die sich vor allem an den Hindernissen eingefunden hatten, um die schneidigen Sprünge von Tier und Mensch zu erleben.

Einige Gäste nutzten auch den Service, sich mit zwei Kutschen zu den "besten Plätzen" chauffieren zu lassen, wo dann wieder die Jagdhornbläser signalisierten, wenn Hundemeute und Reiterschaft kamen. Am Ende lud der "Winterkönig" seine Gesellschaft zu einem abschließenden ebenso stilvollen Jagdessen ein.

Keine andere Hunderasse passt besser zu einer historischen Schleppjagd als die Beagles, die mit der gelegten Schweißspur nicht mehr vom Jagen der Beute abzubringen sind.
Ein stilvolles Halali von den Jagdhornbläsern der Amberger Jäger.
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