22.01.2019 - 15:22 Uhr
AmbergOberpfalz

Herz für Afrika wird immer größer

Das Thema ist ernst. In dem Film "Geliebtes Leben" geht es um Armut und Aids in Afrika. Gezeigt wird das Drama beim achten afrikanischen Kinoabend im Ring-Theater. An einem Abend, der beim Publikum hervorragend ankommt.

Die vier Veranstalter des achten afrikanischen Kinoabends freuen sich über das gut besuchte Ringtheater. Von links: Cornelia Siebenbürger, Karin Neumüller, Ulrich Siebenbürger und Christine Weigl.
von Redaktion ONETZProfil

Zum achten Mal veranstalteten die beiden Amberger Vereine Projekthilfe Dr. Luppa und Socialis for The Gambia den afrikanischen Kinoabend im Ring-Theater. Bereits zum Einlass um 18 Uhr war das alte Kino voller Besucher. Sehr zur Freude von Ulrich Siebenbürger, dem Vorsitzenden der Projekthilfe: "Obwohl der Vorverkauf schon sehr gut lief, ist es schön zu sehen, dass von Jahr zu Jahr immer mehr Leute unsere Veranstaltung besuchen." Seit 25 Jahren reist der Kinderarzt mit seiner Frau Cornelia regelmäßig nach Afrika. Erst im Januar waren beide in Togo und Burkina Faso, wo derzeit Mitglieder des Vereins helfen, Schulen für Kinder zu bauen: "Viele Leute leben dort in sehr schlechten Verhältnissen und haben große Probleme. Teilweise sieht man Nöte wie nach dem Krieg." Für Siebenbürger und seine Frau ist es deshalb so wichtig, zu helfen.

Tiefe Dankbarkeit

Aus Dankbarkeit empfingen etwa 1000 Einwohner des Dorfes das Team aus Deutschland - bestehend aus dem Ehepaar Siebenbürger, dem Botschafter und dem Bauleiter, der einst selbst als Asylbewerber in die Bundesrepublik gekommen war und nun jeden Urlaub in seiner Heimat verbringt, um die Lebensbedingungen der Einheimischen zu verbessern. Wer auch helfen möchte, aber nicht gleich nach Afrika fliegen will, kann sich trotzdem engagieren: Beide Vereine finanzieren derzeit ihre Projekte unter anderem durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Dabei helfen auch die Einnahmen des Kino-Abends, sagte Karin Neumüller, Vorsitzende von Socialis for The Gambia: "Durch diese Veranstaltung können wir den Leuten unsere Projekte vorstellen und ihnen zeigen, was man mit einer kleinen Spende in Afrika erreichen kann. Allein zehn Euro reichen schon komplett, um ein Schulkind einen Monat mit allem notwendigem zu versorgen." Neumüller geht davon aus, dass etwa 600 Euro für beide Projekte an dem Abend eingenommen worden sind.

Ausbildung ermöglichen

Seit vielen Jahren unterstützt ihr Verein die Kinder in Gambia durch den Bau von Kindergärten und Schulen. 2011 gründeten Vereinsmitglieder auch mehrere Ausbildungszentren in der Stadt Brufut. Viele junge Erwachsene können seitdem eine Ausbildung machen, beispielsweise zum Friseurs oder Schneiders und sich somit eine Zukunft aufbauen. Selbst genähte Taschen aus Gambia wurden im Ring-Theater verkauft. Gleiches gilt für geschnitzte Holzskulpturen. "Bildung ist sehr wichtig. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass derzeit 60 Auszubildende und 600 Schüler unsere Einrichtungen besuchen", ergänzte Neumüllers Vorstandskollegin Christine Weigl.

Am Samstag, 16. März, feiert der Verein ab 15 Uhr im Musikomm 20-jähriges Bestehen. Es gibt landestypische Speisen und ein Benefizkonzert des Ensembles Vox Aeterna.

Im Ring-Theater ist beim afrikanischen Kino-Abend viel los.
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