08.11.2020 - 17:38 Uhr
AmbergOberpfalz

Ein Herz für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige sind es gewohnt, Krisen zu bewältigen. Corona trifft es sie aber besonders hart. Ein guter Zeitpunkt für ein Zeichen der Anerkennung an zwei Unterstützer im Raum Amberg-Sulzbach.

von Externer BeitragProfil

Der Verein Pflegende Angehörige hat zwei Menschen aus Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach stellvertretend für viele andere mit dem „Angehörigen-Dankespreis 2020 – Ein Herz für Angehörige“ ausgezeichnet. Er geht an Menschen, "die diese Werte leben" als Dank für ihr Engagement, betont Vereinsvorsitzende Kornelia Schmid in einer Pressemitteilung.

Mehr zum Thema häusliche Pflege

Amberg

Jederzeit spontan geholfen

Die Auszeichnung ging an Alexandra Nagler (Pflegedienstleitung der Diakonie-Station Amberg) und an Reinhold Strobl (ehemaliger Bundes- und Landespolitiker). Beide unterstützten laut Schmid "seit vielen Jahren die Arbeit der pflegenden Angehörigen, halfen spontan und niederschwellig zu jeder Zeit in außergewöhnlichem Maße. Dies sind Werte, die wir Angehörigen stets brauchen und die uns Kraft geben". Sie wünschte den beiden "weiterhin alles Gute, vor allem Gesundheit und Kraft, um auch in dieser Corona-Krisenzeit weiterhin Gutes tun zu können".

Gerade die aktuelle Pandemie treffe pflegende Angehörige besonders hart, betont Schmid. "Umso mehr sind sie auf Menschen angewiesen, die ihnen mit Menschlichkeit, Verständnis, Empathie begegnen und helfen". Das könne die nette Nachbarin von nebenan sein, ein Pflegedienst, ein Arzt, ein Therapeut, sogar ein Politiker oder der Verkäufer von nebenan. "Es gibt vielfältige Situationen, in denen wir mit netten Worten oder unverhoffter Unterstützung aufgefangen werden. Die uns tragen und helfen, auch schwere Situationen zu meistern", schreibt Schmid aus Sicht einer pflegenden Angehörigen.

So entstand der Dankespreis

"Dass Menschlichkeit, Verständnis und Empathie in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit ist, kann wohl so gut wie jeder, der pflegt, nachvollziehen. Umso mehr wissen wir es zu schätzen, wenn wir dies erfahren. Warum also nicht etwas davon zurück geben?" So sei bei der Hamburger Künstlerin Wiebke Worm, die ihren Ehemann zu Hause pflegt, die Idee entstanden, eine Art „Dankespreis“ zu kreieren. Nach Abstimmung mit Kornelia Schmid, der Gründerin vom Verein Pflegende Angehörige, sollte es dann doch noch fast zwei Jahre dauern, bis die Idee ausgereift war (Info: www.pflegende-angehoerige-ev.de).

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.