47 öffentliche Müllbehälter gibt es in der Altstadt, teilweise haben sie nur ein Fassungsvermögen von 50 Litern. 100 bis 120 ist laut Baureferat wünschenswert. "Standard sollte bei allen Eimern ein feuersicherer Ascher und ein Spender für Hundekotbeutel sein", so eine weitere Vorgabe der Stadtverwaltung. Ferner wünscht sie sich als Ersatz für die 47 aktuellen Behälter "ein einheitliches, hochwertiges Modell mit ansprechendem Design und guter Handhabung".
Bedenken bei Pressung
Dabei hat man auch solarbetriebene Pressbehälter ins Auge gefasst, dann allerdings festgestellt, dass die in der Fachwelt umstritten sind. Dort gibt es Bedenken wegen der Geruchsentwicklung bei längerem Leerungsintervall, wegen Filtratwasser beim Pressen, der Geräuschentwicklung in der Nacht oder der Haltbarkeit.
Hier möchte man gerne die Versuche anderer Städte mit dieser Methode abwarten, bis man große Entscheidungen trifft. Zumal die "High-Tech-Mülleimer" mit automatischer Pressung den Städten Köln und Potsdam unerwünschte Eintragungen ins Schwarzbuch der Steuerzahler einbrachten. Schließlich kostet so ein Teil etwa 10 000 Euro. Das gilt auch für das Modell "Abfallhai" eines Schweizer Herstellers, das sich die Stadt Amberg zu Testzwecken bestellt hat, zumindest für die solarbetriebene Variante. Die herkömmliche Müllbehälter-Form kommt auf 2000 Euro.
Im Haushalt 2019 sind 30 000 Euro für die Anschaffung mehrerer Exemplare vorgesehen, wobei die Erfahrungen in der Testphase (erstes und zweites Quartal 2019) den Ausschlag geben sollen, ob man mehr als ein Press-Modell nimmt.
Uneins bei Pfandflaschen
Josef Lorenz (Amberger Bunt), dessen Gruppierung den Kauf dieser Müllbehälter beantragt hatte, äußerte sich sehr zufrieden über die Haltung der Stadtverwaltung. "Aber wegen der Pressbehälter teilen wir die Bedenken des Tiefbauamtes nicht." Es gebe bereits positive Erfahrungen damit. "Das System ist ausgereift und wird schon in vielen Städten eingesetzt." Amberger Bunt hatte auch ein Pfandflaschenregal für jeden Abfallbehälter angeregt, wie das in Hamburg praktiziert werde. Im Baureferat sah man das aber kritisch: In manchen Orten seien die Pfandflaschenständer wieder entfernt worden, "weil sie von der Windel bis zu Zigarettenkippen und Pappbechern mit allen möglichen Dingen befüllt wurden, was zur Vermüllung des Umfeldes führte".













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.