21.10.2021 - 13:56 Uhr
AmbergOberpfalz

Hildegard-Auer-Stiftung überweist dreimal 10.000 Euro in die Region Amberg-Sulzbach

Dr. Reinhold Lindner (vorne links) und Hildegard Hartmaier (vorne rechts), Vorstände der Hildegard-Auer-Stiftung, stellten heuer 30.000 Euro für drei Einrichtungen aus der Region zur Verfügung.
von uscProfil

30.000 Euro schüttete der Vorstand der hier kaum bekannten Hildegard-Auer-Stiftung an drei förderwürdige Einrichtungen aus der Region aus. Auer, die nach ihrem Zuzug aus Stuttgart bis zu ihrem Tod 2015 völlig zurückgezogen mit ihrem Mann in der Wahlheimat Rieden wohnte, hinterließ, kinderlos wie sie war, in ihrer Stiftung über drei Millionen Euro.

Die Zuwendung von je 10.000 Euro ging heuer nach einjähriger Corona-Pause an den Sozialdienst katholischer Frauen, an den Förderverein Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien Amberg (Flika) und an den Förderverein des Sozialpädagogischen Förderzentrums der Willmannschule. Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny hatte den Stiftungsvorständen Dr. Reinhold Lindner und Daniela Hartmaier diese drei Einrichtungen vorgeschlagen. Von der Höhe der Förderung waren sowohl Cerny als auch die Begünstigten total überrascht.

Dr. Reinhold Lindner, Fachmann für Nachfolgeplanung und Mitglied des Stiftungsmanagement der Commerzbank in Frankfurt, der zum Thema Stiftungsrecht promoviert hat, stellte bei einer kleinen Feierstunde im großen Rathaussaal die Stiftung mit Sitz in Rieden vor. Demnach sollen vom Stiftungskapital jene Organisationen ausschließlich aus der Region Amberg-Sulzbach an den Ausschüttungen teilhaben, die sich um benachteiligte oder behinderte Mitmenschen kümmern. Nach Worten Lindners ist die Stiftung auf Ewigkeit angelegt.

Hildegard Auer war nach Darstellung Lindners bis zu ihrem frühen Ausscheiden mit 40 Jahren Geschäftsführerin eines Stuttgarter Maschinenbau-Unternehmens. Lindner zufolge verliebte sich die Frau, wahrscheinlich nach einem Urlaub, in das Riedener Umland. 1977 kaufte sie deshalb mit ihrem Mann ein Haus in Rieden, blieb dort aber bis zum Tod ihres Mannes und bis zu ihrem Ableben völlig zurückgezogen, um sich intensiv der naiven Malerei zu widmen.

Sie hinterließ nicht nur ein ansehnliches Stiftungsvermögen von über drei Millionen Euro, sondern auch 258 vornehmlich großflächige Ölbilder. Lindner plant nun als Testamentsverwalter die Bilder Auers über Auktionshäuser anzubieten und auch anderweitig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. OB Cerny will ihn dabei mit der Bereitstellung von Ausstellungsräumen unterstützen, wie er versicherte.

Stiftungsvorstandsmitglied Hildegard Hartmaier kündigte an, dass die Stiftung nach der Corona-Zwangspause 2020 nun jährlich Spenden aus dem Stiftungsvermögen in der Region verteilen werde. Erster Empfänger war 2019 die Lebenshilfe, die sich über 10.000 Euro freuen durfte, und die Diakonie, die 3000 Euro erhielt.

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