Amberg
15.11.2022 - 11:30 Uhr

Hubertus-Messe in der Basilika St. Martin in Amberg

Die Ensdorfer Stubenmusi bei der Hubertus-Messe in der Basilika St. Martin Amberg. Bild: gf
Die Ensdorfer Stubenmusi bei der Hubertus-Messe in der Basilika St. Martin Amberg.

Sehr dünn ist das historische gesicherte Wissen über den hl. Hubertus, der um das Jahr 705 zum Bischof von Maastrich ernannt wurde und der nach einer Legende an einem Karfreitag zur Jagd ging, für einen Adeligen nicht ungewöhnlich. Die Armbrust soll er auf einen prächtigen Hirsch angelegt haben, als dieser ihm den Kopf zuwandte und zwischen dem Geweih ein strahlendes Kreuz erschien. „Hubertus, ich erlöse dich und dennoch verfolgst du mich“ soll eine Stimme gesagt haben, die Hubertus als die Stimme Jesu erkannt haben will. Hubertus habe seine Armbrust weggeworfen, brach mit seinem bisherigen Leben, wurde Priester, dann Bischof und schließlich heiliggesprochen. In dieser Legende stecken einerseits die Heiligkeit der Sonn- und Feiertage, andererseits der Umgang des Menschen mit Natur und Tieren, so Thomas Helm, der Pfarrer von St. Martin in der Hubertus-Messe am Samstag. Denn Hubertus soll nicht für den Nahrungsbedarf gejagt haben sondern aus purem Zeitvertreib und der Lust am Töten von Tieren. Das sei wirklich kein echtes Motiv für einen Jäger, denn jeder Mensch und auch jedes Geschöpf habe ein Recht darauf, in Frieden zu leben und vor grundloser Gewalt und Übergriffen geschützt zu werden. Damit war Pfarrer Thomas Helm beim zweiten Thema seiner Predigt, dem Krieg in der Ukraine. „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“ – an die Worte Jesu erinnerte Helm in der Hubertus-Messe. Die Millionen Opfer beider Weltkriege sowie zahlreicher aktueller Bürgerkriege und bewaffneter Konflikte und nun noch die Opfer in der Ukraine würden aufzeigen, wie kostbar der Frieden sei, aber auch wie zerbrechlich. Keineswegs sei Friede selbstverständlich, er müsse immer wieder hart erarbeitet und errungen werden, auch müsse er von Gott erbeten werden. „Beten wir für den Frieden in der Ukraine und den anderen Krisenregionen der Erde, aber auch für die Soldaten, die unseren Frieden sichern und letztlich für die politischen Verantwortungsträger, in deren Händen die Entscheidung über Krieg und Frieden liegt“. Mit „Da pacem domine – Herr schenke uns Frieden“ schloss Pfarrer Thomas Helm seine Predigt ab. Umrahmt wurde die Hubertus-Messe beeindruckend von der BJV-Jagdhornbläsergruppe unter Leitung von Hornmeister Hans Merz und der Ensdorfer Stubenmusi.

 
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