Amberg
28.09.2026 - 15:30 Uhr

IG Metall Amberg kündigt "heißen Herbst" an

Zuletzt hat die IG Metall Amberg beim Autoaktionstag ihre Muskeln spielen lassen. In ihrer Delegiertenversammlung kündigt die Gewerkschaft nun einen „heißen Herbst“ an. Denn die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie steht an.

Die IG Metall Amberg kündigt einen "heißen Herbst" an. Archivbild: Bernd Weißbrod/dpa
Die IG Metall Amberg kündigt einen "heißen Herbst" an.

In ihrer Delegiertenversammlung hat die IG Metall Amberg einen „heißen Herbst“ angekündigt. Im Mittelpunkt standen dabei die bevorstehende Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie sowie die anstehenden Aktionen und Verhandlungstermine, wie die Gewerkschaft am Montag in einer Pressemitteilung schreibt. Die Delegierten aus den Betrieben der Region signalisierten demnach eine breite Unterstützung für die Tarifforderung der IG Metall. „Die Beschäftigten erwarten angesichts ihrer Leistungen und der Herausforderungen der vergangenen Jahre eine spürbare Verbesserung ihrer Einkommen und Zusagen der Arbeitgeberseite zur Standort- und Arbeitsplatzsicherung“, heißt es in der Meldung weiter.

Sabrina Feige, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Amberg, signalisierte, dass die Geschäftsstelle bereits zum Verhandlungsauftakt der Tarifrunde Bayern am 8. Oktober in München ein „deutliches Zeichen“ setzen werde. Zur Begleitung der Verhandlungen werde man zwei Busse einsetzen. Auch zur zweiten Tarifverhandlung in Coburg am 27. Oktober werde die IG Metall Amberg mit einer „starken Delegation aus den Betrieben“ präsent sein.

Udo Fechtner, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Amberg, kritisierte in seiner Rede Bestrebungen, bewährte arbeits- und sozialpolitische Errungenschaften infrage zu stellen, und machte deutlich, dass aktuelle Herausforderungen nicht auf dem Rücken der Beschäftigten gelöst werden dürften. Statt eines Abbaus von Schutzrechten brauche es starke Tarifverträge, Mitbestimmung und soziale Sicherheit.

Sollte nach dem Ende der Friedenspflicht am 31. Oktober um 24 Uhr kein tragfähiges Verhandlungsergebnis vorliegen, heißt es in der IG-Metall-Meldung weiter, liefen bereits die Vorbereitungen für Warnstreiks und weitere Eskalationsstufen. „Die Delegiertenversammlung machte deutlich, dass die Beschäftigten bereit sind, ihren Forderungen mit Nachdruck Gehör zu verschaffen“, so die Gewerkschaft.

Erst vor einer Woche hatte sich die IG Metall Amberg beim deutschlandweiten Automobilaktionstag beteiligt. Rund 1200 Beschäftigte aus vier Nordoberpfälzer Zuliefererbetrieben der Autoindustrie hatten sich daran beteiligt.

OnetzPlus
Auerbach24.09.2026
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.