In der Stadt Amberg und im Landkreis sind aktuell 763 Ärzte registriert. Nach jahrelangen Zuwächsen sei ein geringer Rückgang festzustellen. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es mit 314 rund vier Prozent weniger Krankenhausärzte und mit 194 etwa drei Prozent weniger niedergelassene Mediziner. Anstiege sind hingegen mit rund vier Prozent bei den Ärzten in verschiedenen Einrichtungen (Ämter, Medizinische Versorgungszentren, Praxen und Firmen) zu verzeichnen und vor allem bei den Ärzten im Ruhestand und ohne Tätigkeit (plus sechs Prozent). Dieser Trend werde sich im Hinblick auf die Altersstruktur der Ärzteschaft weiter fortsetzen.
Der Vorsitzende merkte zum sich rasant verschärfenden Ärztemangel in Klinik und Praxis an, dass dieser nicht unerwartet komme. "Zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung gab es 17.000 Medizinstudienplätze in Gesamtdeutschland. Heute sind es nur noch 12.000. Das sind wenig mehr als in den 70er Jahren alleine in Westdeutschland zur Verfügung gestanden haben." Zu einem guten Teil sei der Ärztemangel hausgemacht. Es sei daher dringend geboten, die Zahl der Studienplätze zu erhöhen.
Die radikale Umstrukturierung der ärztlichen Versorgung zeichne sich auch in der Region ab. "Der Prozess hat gerade erst begonnen." Die „Baby-Boomer“ gingen in Pension, während die Nachfolgegeneration zahlenmäßig schwächer sei und oft andere Lebensziele habe. Daher gingen Praxen und Kliniken zunehmend die Ärzte aus.
Weiteres Thema waren die Beschlüsse des Bayerischen Ärztetages in Nürnberg zum Beispiel zur Digitalisierung, zum Datenschutz und zu Medizinstudienplätzen. Unter bestimmten Voraussetzungen sei künftig eine Fernbehandlung, also eine ausschließliche Beratung und Behandlung über Kommunikationsmedien, zulässig, informierte Pöllath. Details können im Bayerischen Ärzteblatt Nummer 11 nachgelesen werden.
Fortbildungsbeauftragter Dr. Jens Trögner berichtete über vergangene und geplante Termine. Im Hinblick auf die immer wieder aufgetretenen Überschneidungen der verschiedenen Anbieter erhoffte er sich Besserung durch die getroffenen Absprachen, bat jedoch weiter um gegenseitige Benachrichtigung. Der Fortbildungskalender ist unter www.aekv-as.de abrufbar. Dr. Günther Bock erläuterte detailliert die Ausgaben und Einnahmen des Kreisverbandes und konnte auf eine stabile Kassenlage verweisen. Das wurde auch von den beiden Kassenprüfern Dr. Franz Prösl und Dr. Wolfgang Klarner bestätigt.













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